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Aufatmen in Halle - Leibniz-Senat fordert grundlegende Reform des IWH

Aufatmen in Halle - Leibniz-Senat fordert grundlegende Reform des IWH

Das wegen seiner Forschungsleistung in die Kritik geratene Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) steht vor einem Neubeginn. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft empfahl am Mittwoch Bund und Ländern, das Institut als Einrichtung der Forschung und der wissenschaftlichen Infrastruktur weiter gemeinsam zu fördern.

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Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum. Das wegen seiner Forschungsleistung in die Kritik geratene Institut kann weiter auf Unterstützung vom Staat setzen.

Quelle: dpa

Halle/Berlin. Zugleich sei es aber unerlässlich, das IWH wissenschaftlich grundlegend zu reformieren, um dessen Leistungsfähigkeit zu erhöhen, teilte ein Sprecher nach Beratungen des Senats in Berlin mit.

IWH-Präsident Ulrich Blum sagte zu dem Ergebnis der Nachrichtenagentur dpa: „Ich hatte es gehofft und erwartet.“ Er sei heilfroh, zumal nun auch Probleme des Instituts näher ins Licht gerückt worden seien. Es sei Diener dreier Herren. Das Institut sei breit aufgestellt, müsse andererseits eine gewisse Spezialisierung haben und auch nicht nur den Transformationsprozess, sondern auch spezifisch ostdeutsche Dinge begleiten.

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft sieht laut seiner Empfehlung Chancen für die Realisierung einer Reform am IWH. Die Zeit drängt aber: Die Grundlagen müssten ohne Verzögerung innerhalb des kommenden Jahres geschaffen werden - konzeptionell und personell. Blum sagte, es gehe darum, zu überlegen, wie die Strukturen künftig sein werden und wie man das vorhandene Personal einsetzt. Angesichts der grundlegenden Kritik soll das Institut laut Leibniz-Gemeinschaft schon in drei Jahren erneut überprüft werden. Normalerweise geschehe so etwas nach sieben Jahren, hieß es. Das IWH erhält derzeit jährlich fünf Millionen Euro von der öffentlichen Hand.

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft, zu der das IWH gehört, gibt seine Empfehlung an die Gemeinsame Wissenschaftskommission von Bund und Ländern ab. Diese entscheidet dann im Herbst, ob weiter Geld vom Bund fließt. Der Senat stützt sich in seiner Einschätzung auf Kontrollen der Forschungsarbeit, bei denen das Institut zuletzt schlecht abgeschnitten haben soll.

Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) zeigte sich erleichtert über die Empfehlung. Sie schlug zugleich vor, eine Kommission zu bilden, die mit externen, fachlich einschlägig ausgewiesenen Volkswirten von Außen besetzt ist. Diese sollen gebeten werden, für die weitere inhaltliche und personelle Ausrichtung des Instituts Vorschläge zu unterbreiten.

Zunächst sei das IWH aber selbst gefordert, Vorschläge zu unterbreiten. Diese könnten dann in die Arbeit der Kommission einfließen. „Gemeinsam können wir dann ein Konzept für die weitere Arbeit des Instituts entwickeln“, sagte Wolff.

Petra Buch, dpa

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