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Aus Angst vor Diebstahl: Sachsen mieten immer mehr Bankschließfächer

Wartelisten Aus Angst vor Diebstahl: Sachsen mieten immer mehr Bankschließfächer

Die Sorge vor Verlust lässt die Nachfrage nach Schließfächern bei den Banken steigen. 4200-mal wurde im vergangenen Jahr in sächsische Wohnungen und Häuser eingebrochen. Das waren zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Die Folge: Immer mehr Sachsen mieten Schließfächer in Banken an, um dort ihre Wertgegenstände aufzubewahren.

Die Sorge vor Verlust lässt die Nachfrage nach Schließfächern bei den Banken steigen. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Die Sorge vor Verlust lässt die Nachfrage nach Schließfächern bei den Banken steigen. 4200-mal wurde im vergangenen Jahr in sächsische Wohnungen und Häuser eingebrochen. Das waren zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Die Folge: Immer mehr Sachsen mieten Schließfächer in Banken an, um dort ihre Wertgegenstände aufzubewahren.

„Wir verzeichnen derzeit eine gestiegene Nachfrage in den großen Städten wie Leipzig, Dresden, Chemnitz und Zwickau“, erklärt Commerzbank-Sprecherin Heike Ziegenbalg. Das Geldinstitut verfügt über 7000 Schließfächer in 40 sächsischen Filialen. Die kleineren Boxen sind bis zu 90 Prozent vergriffen, die großen fast zu 100 Prozent. „Viele Kunden haben Sorge vor einem Einbruch“, bestätigt Ziegenbalg. „Zudem investieren Anleger in Zeiten von Niedrigzinsen wieder zunehmend in Gold und wollen das Edelmetall lieber in einem Banktresor aufbewahren als zu Hause.“ Mittlerweile werden Commerzbank-Kunden, die gern ein großes Schließfach wünschen, auf eine Warteliste gesetzt. Ein Antragsteller muss sich dann gedulden, bis der Bank die Kündigung eines anderen Schließfaches vorliegt. „Das kann mitunter lange dauern“, weiß Ziegenbalg.

„Überwiegend Privatkunden mieten bei uns Schließfächer“, sagt Torsten Wünsche, Sprecher der Leipziger Volksbank. Der Bedarf steige. So seien momentan mehr als die Hälfte der 1300 Boxen belegt. „In Kundengesprächen wird uns immer wieder gesagt, dass der Wunsch besteht, wichtige Unterlagen oder Wertsachen sicher zu deponieren, um gegen Einbruch oder Diebstahl geschützt zu sein“, so Wünsche weiter. „Preislich ist es attraktiver, einige Kubikzentimeter einbruchssicheren Raums zu mieten als eine ganze Wohnung aufzurüsten oder einen eigenen Safe anzuschaffen“, argumentiert er.

Auch in der Sächsischen Schweiz wollen Kunden mehr Sicherheit für aufbewahrte Wertgegenstände. So sei die Nachfrage nach Schließfächern auch hier angestiegen, berichtet Jessica Kessel, Sprecherin der Volksbank Pirna. Auch die Sparkasse Leipzig stellt einen leichten Anstieg von drei Prozent fest. Nunmehr sind gegenwärtig 67 Prozent der 17.500 Schließfächer vermietet.

Nur die HypoVereinsbank beobachtet nach eigenen Angaben „keine auffällige Entwicklung“. Zumindest gebe es ein gesteigertes Interesse an Sichteinlagen und Wertpapieren, so Sprecherin Katrin Mair.

Die Kosten für ein Schließfach differieren von Geldinstitut zu Geldinstitut und liegen etwa zwischen 30 und 450 Euro im Jahr. Zahlreiche Banken bieten ihren Schließfach-Mietern als absoluten Schutz sogar noch einen Versicherungsschutz gegen Diebstahl und Raub an. Manche zu einem individuellen Aufpreis, andere regulär zur Jahresmiete. Sogar das Bargeld können die Kunden versichern lassen – doch ist der Nachweis, dass es im Schließfach enthalten war, nach einem Schaden schwer zu erbringen.

Von Melanie Steitz

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