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Aus für Halle: Lübeck ist „Stadt der Wissenschaft 2012“

Aus für Halle: Lübeck ist „Stadt der Wissenschaft 2012“

Halle hat verloren: Lübeck ist vom Stifterverband der Deutschen Wissenschaft zur „Stadt der Wissenschaft 2012“ gekürt worden. Die Jury gab der Hansestadt am Dienstag in Mainz den Vorzug vor Halle und Regensburg.

Mainz/Halle. Der mit 250.000 Euro dotierte Preis wurde zum siebten und vorerst letzten Mal verliehen. Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) reagierte mit Enttäuschung und Optimismus zugleich auf die Niederlage der Stadt.

Die Erfahrung habe aber gezeigt: „Wenn wir an einem Strang ziehen und uns in unseren Zielen einig sind, dann entstehen neue Ideen, dann gibt es die berühmten „Synergieeffekte“, und das Ganze macht auch noch Spaß!“   

Die Stadt wolle dies als Ansporn nehmen, viele Projekte aus ihrem Konzept auch ohne Titel umsetzen. „Darauf freuen wir uns schon“, sagte Szabados. Ex-Außenminister und Ehrenbürger von Halle, Hans-Dietrich Genscher (FDP), hatte sich in dem Wettbewerb für seine Heimatstadt stark gemacht.

Auf dem modernen Campus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Weinberg siedelten sich seit 1990 ein Vielzahl an jungen Firmen in unmittelbarer Nähe zu außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft an. Halle ist auch der Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Bundeskulturstiftung.   

„Das ist eine emotionale Enttäuschung“, sagte auch der Wirtschaftsbeigeordnete von Halle, Wolfram Neumann (CDU), zu der Juryentscheidung. „Aber der Weg ist das Ziel gewesen. Wir haben tolle Strukturen geschaffen.“ Zwei Drittel der Projekte würden auf jeden Fall umgesetzt. „2012 wird für uns trotzdem das Jahr der Wissenschaft“, sagte Neumann.

Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, Carola Schaar, betonte, eine starke Wissenschaft sei ein wichtiger Faktor für die Ansiedlung innovativer Unternehmen. Es gelte, das mit dem Wettbewerb entfachte „Feuer für die Wissenschaft“ zu nutzen. „Wirtschaft und Wissenschaft sichern Arbeitsplätze und bringen die Region voran.“   

Lübeck hatte schon 2008 im Finale gestanden, damals aber gegen Oldenburg verloren. In diesem Jahr trägt Mainz den Titel. „Ich glaube, das wird ein tolles Jahr 2012“, sagte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). „Ich bin zuversichtlich, dass Lübeck seinen Ruf als Wissenschafts- und Forschungsstandort dadurch national und international verbessern wird.“   

Die Jury, die nicht einstimmig „aber einmütig“ geurteilt hatte, lobte: „Lübeck hat den Schwung genutzt und sich mit einem frischen Konzept präsentiert, das viele neue Akzente setzt und zugleich die besten Ideen der ersten Bewerbung produktiv weiterentwickelt.“ Bis 2030 will Lübeck Teil einer Bildungs- und Forschungsregion in Norddeutschland mit den Schwerpunkten Medizin, Medizintechnik und Lebenswissenschaften sein. Unter dem Motto „Hanse trifft Humboldt“ will die Stadt aber auch ihre Bürger einbinden. Geplant sind unter anderem Kindervorlesungen, eine „Woche des Gehirns“ und ein Wettbewerb, bei dem Jugendliche wissenschaftliche Zusammenhänge in kurzer Zeit erklären müssen.

dpa

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