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Ausbau des DSL kommt in Sachsen und Thüringen nur langsam voran

Ausbau des DSL kommt in Sachsen und Thüringen nur langsam voran

Das schnelle Internet kommt in weiten Teilen Sachsens und Thüringens nur langsam voran. Vor allem im ländlichen Raum gibt es Nachholebedarf, doch die Anbindung an die Breitbandversorgung scheitert oft an Entfernungen und zu dünner Besiedelung.

Leipzig. Laut einer Erhebung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien liegt Sachsen in Sachen Breitbandversorgung auf Platz zwölf im Bundesländer-Vergleich. Nur 44 von 100 Haushalten hatten im Jahr 2008 einen solchen Anschluss. In Thüringen waren es 51 Haushalte (Platz zehn), beim Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen 63.

Franz-Reinhard Habbel vom Deutschen Städte- und Gemeindebund hält die Internet-Schwäche speziell im ländlichen Raum für einen Standortnachteil. "Wo kein Netz ist, wandern die Menschen ab", warnt er. "80 Prozent der Verbraucher kaufen inzwischen auch übers Internet ein, die 14- bis 20-Jährigen verbringen mehr Zeit mit Surfen als vor dem Fernseher. Und über 50 Prozent der Unternehmen in Deutschland befinden sich im ländlichen Raum."

Die Hürde für den Anschluss ans Breitband ist in der Regel die letzte Meile, sagt Werner Rauh, Fachbereichsleiter für den DSL-Ausbau in Kommunen von der Deutschen Telekom. Gemeint ist das letzte Stück Leitung vom Verteiler ins Haus. "Nach der Wende wurden zwar vielfach Glasfaserkabel bis an die Häuser verlegt, doch die sind nicht DSL-geeignet." Es müsse also eine neue Glasfaserleitung im Boden versenkt werden. Das koste pro Kilometer etwa 50 000 Euro.

Preisgünstigere Alternativen seien zum Beispiel Richtfunksysteme - DSL via Antenne. Statt in großem Umfang Kabel zu verlegen, werden Sendemasten aufgestellt, die entlegenere Ortschaften erreichen, erklärt Werner Rauh. Möglich seien auch Kooperationsverträge, in denen Gemeinden dem Breitband-Investor eine Mindestkundenzahl garantieren oder die Tiefbauarbeiten selbst erledigen.

Gert Ziener von der Industrie- und Handelskammer Leipzig sieht dringenden Handlungsbedarf. Eine Umfrage unter Betrieben in Mitteldeutschland habe ergeben, dass die Breitbandversorgung für sie der wichtigste Standortfaktor sei.

Kay Würker

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