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Autofahrerin stößt in Oschatz mit Döllnitzbahn zusammen - Frau entgeht Katastrophe nur knapp

Autofahrerin stößt in Oschatz mit Döllnitzbahn zusammen - Frau entgeht Katastrophe nur knapp

Ein Knall. Ein Krach, und schon bremst die Kleinbahn aus Richtung Mügeln kommend am Bahnübergang Breite Straße in Oschatz. Eine 44-jährige Auto-Fahrerin hat den Zug möglicherweise übersehen und stieß mit der Diesellok zusammen.

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Gleich meherere Schutzengel hatte am Donnerstag eine 44 Jahre alte Frau beim Zusammenstoß mit einem Zug der Döllnitzbahn in Oschatz. Die Autofahrerin hat offenbar die herannahende Bahn übersehen. Die Frau wurde leicht verletzt.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Der Zug mit den drei Waggons kommt nach rund 30 Metern zum Stehen. Bis dahin schiebt die Lok das Auto vor sich her.

Der Zug, in dem Schüler mitfuhren, setzt seine Fahrt am Donnerstag gegen 7.30 Uhr von Oschatz-Süd in Richtung Bahnhof Oschatz. Wie an jedem unbeschrankten und nur mit einem Andreaskreuz gesicherten Bahnübergang und jeder Brücke kündigt der Lokführer auch vor der Breite Straße mit einem eindringlichen und lauten Hupton sein Kommen an.

Der Opel mit der Frau kommt aus Richtung Bundesstraße 6 in die Breite Straße gefahren. Wie der Unfall passierte, steht noch nicht fest, dafür etwas anderes: Mit der Autofahrerin fuhren alle Schutzengel als Beifahrer mit, die zu diesem Zeitpunkt verfügbar waren.

 

Die Lok hat das Auto an der Fahrerseite erwischt. Die Last des Aufpralls zerknautscht den Pkw völlig. Trotzdem kann die Fahrerin geborgen und kurz vor 8 Uhr in die Collm-Klinik gebracht werden. Schnell vor Ort sind der Rettungsdienst, die Kameraden der Oschatzer Feuerwehr und die Polizei.

Die Besatzung des Zuges steht fassungslos am Unfallort. Leider passiere das immer wieder. „Ganz abgesehen von den Fastunfällen“, sagt ein Mann, der offensichtlich zum Zugpersonal gehört.

Es fehlen nur wenige Zentimeter, dann wäre das Auto in der Döllnitz gelandet. Das rechte Vorderrad bleibt im Geländer an der Brücke hängen.

Feuerwehrkameraden sichern den Opel, der mit dem rechten Hinterrad zwischen den Gleisen klemmt. Mit der Seilwinde des Feuerwehrfahrzeuges wird das Wrack an die Straße gezogen. Dort übernimmt Martin Däweritz von einer Oschatzer Abschleppfirma. Er lädt den Blechhaufen auf.

Auf dem Weg dahin greifen auch die Feuerwehrleute zu, denn die Gefahr, dass das Auto in die Döllnitz rutscht, ist noch nicht gebannt.

Zwischen den Schaulustigen ist ein Mann, der aufgeregt telefoniert und das Geschehen genau beobachtet. Es ist der Sohn der 44-jährigen Oschatzerin. Er sei von seinem Vater informiert worden, dass die Mutter einen Unfall hatte. Schnell sei er an den Ort des Geschehens gefahren. Der 22-jährige meint, dass seine Mutter oft diese Strecke fährt. Er könne sich nicht erklären, wie das passieren konnte. „Sie hatte ja so ein Glück“, meint er.

Nach einem Besuch im Oschatzer Krankenhaus findet der Sohn etwas Ruhe. „Ihr ist nichts Schlimmes passiert, hat nur etwas Kopfschmerzen“, sagte er in einem Gespräch mit der Oschatzer Allgemeinen.

Lutz Haschke, Geschäftsführer der Döllnitzbahn, versichert, dass der Fahrbetrieb mit einer kleineren Lok weitergeht. Der Schaden an der Unfall-Lok sei „immens und nicht in kurzer Zeit zu reparieren“.

Gabi Liebegall

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