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Awacs-Trainingsflüge am Flughafen Leipzig-Halle: Anwohner beschweren sich über Lärm

Awacs-Trainingsflüge am Flughafen Leipzig-Halle: Anwohner beschweren sich über Lärm

Aufklärungsflugzeuge der Nato haben am Montag am Flughafen Leipzig/Halle Starts und Landungen trainiert. Insgesamt 15 Übungsmanöver bestätigte der zuständige Awacs-Nato-Verband in Geilenkirchen auf Anfrage von LVZ-Online.

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Die auffälligen Nato-Awacs-Maschinen trainierten in Leipzig-Halle Starts und Landungen. (Archivfoto)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Anwohner bis nach Halle fühlten sich offenbar durch den Lärm gestört. „Bei uns klingeln auch heute die Telefone und man fragt, was hier los ist“, so Flughafensprecher Uwe Schuhart.

In der Zeit von 16.45 Uhr bis 19.45 Uhr flogen die Awacs-Maschinen am Montag von der Nordbahn aus über die Region. „Das ist zulässig und es gibt dafür ein festgelegtes Procedere“, so Schuhart. Für die Übungseinheiten besteht Vertrag mit dem Nato-Verband. Die Deutsche Flugsicherung lege jeweils die Flugrouten für die Trainingstage fest. Diese richteten sich zum Beispiel nach Maschinentyp, berücksichtigten also auch Größe und Lärmpegel. Ausgeschlossen seien Flüge in der Nacht oder Sonn- und Feiertags.

Dass die Awacs-Maschinen (Abkürzung für Airborne Early Warning and Control System) der Nato-Frühwarnflotte tatsächlich besonders laut sind, „das kann man sagen“, so Schuhart. Auch am Dienstag war die Abteilung Lärm und Umweltschutz des Flughafens mit der Beantwortung von Anwohner-Anfragen beschäftigt.

Ungewöhnliche Konzentration

Am Montag trainierte eine Crew fünfmal tiefe Anflüge, dann wurde das Landemanöver abgebrochen und durchgestartet. Die weiteren Aktionen waren "Touch-and-Go"-Manöver, bei denen die Awacs kurz aufsetzt und danach durchstartet. "Die Konzentration von 15 Flügen ist ungewöhnlich. Normalerweise haben wir um die sieben Starts und Landungen", so Major Johannes Glowka vom Nato-Verband. Dass nach den Awacs-Flügen im November jetzt wieder Leipzig Ziel für die Ausbildung war, hatte offenbar ganz pragmatische Gründe: Andere Flughäfen, die für diese Ausbildung in Frage kämen, lagen deutlich weiter weg. "Da hätten wir zu viel Sprit verbrannt", sagte Glowka. Außerdem sei an anderen Orten das Wetter schlecht gewesen.

Trainingsflüge sind Tagesgeschäft

Die planende Nato-Einheit in Geilenkirchen an der niederländischen Grenze teile die Termine immer kurzfristig mit, erklärte der Flughafen Leipzig-Halle. Laut Nato-Verband ist nicht nur die Region Leipzig von den Trainingsflügen betroffen. „Die finden an vielen deutschen Flughäfen und auch im Ausland statt“, so Michael Möller vom dortigen Büro für öffentliche Angelegenheiten gegenüber LVZ-Online. Stationiert sind die 17 Flugzeuge des Nato-Verbands in Geilenkirchen, sowie auf Flughäfen in Griechenland, Italien, der Türkei und Norwegen.

In Leipzig-Halle gehörten Trainingsflüge verschiedenster Art zum Tagesgeschäft, so Schuhart. Für Piloten seien bestimmte Übungsstunden Pflicht, und auch DHL, Aerologic und andere nutzten den Flughafen Leipzig-Halle dafür.

Evelyn ter Vehn

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