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Bahn investiert in Sachsen - City-Tunnel-Bau soll ohne Verzögerungen bleiben

Bahn investiert in Sachsen - City-Tunnel-Bau soll ohne Verzögerungen bleiben

Dresden. Die Bahn will in Sachsen kräftig investieren. Vor allem die Strecke Dresden-Berlin soll profitieren: 2014 sollen die Züge 30 Minuten früher in der Hauptstadt ankommen.

Die Staatsregierung würde die Fahrzeit gern noch mehr verkürzen.

Selbst Bahnchef Rüdiger Grube nahm für den Weg von Berlin nach Dresden lieber das Auto. "Mit der Bahn hätte ich es nicht geschafft", sagte er am Mittwoch. Schließlich braucht der Zug für die 125 Kilometer derzeit zwei Stunden und 13 Minuten - und Grube hatte am Vormittag noch in Berlin die Halbjahreszahlen des Konzerns präsentiert, bevor er zum regionalen Bahngipfel mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) und Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) nach Dresden aufbrechen konnte. "Da bin ich selbst Opfer der langsamen Verbindung geworden", sagte Grube.

Die Anbindung Dresdens an Berlin sei alles andere als zufriedenstellend, räumte Grube ein - und versprach: Ab 2014 werde es etwas besser. Dann solle die Fahrzeit zumindest um 30 Minuten sinken. Mit dem Auto könne die Bahn dann aber auch auf dieser Strecke noch nicht mithalten, räumte Grube ein. Mehr lasse sich aber bis zur Stadtgrenze Berlins nicht machen. "Das Nadelöhr liegt in Berlin", sagte Grube. Tillich wertete die Zusage als Erfolg. Langfristig könne es aber auch dabei nicht bleiben. "Ich strebe weiter eine Fahrzeit von unter 70 Minuten an", sagte Tillich.

Um zumindest auf 80 der 125 Kilometer Tempo 200 zu ermöglichen, will die Bahn bis 2014 in die Leit- und Sicherheitstechnik investieren. Das war bisher erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Der Ausbau soll 2012 beginnen. Während der Bauzeit werde es aber zu abschnittsweisen Vollsperrungen kommen. Zuvor soll in einer ersten Ausbaustufe bereits Tempo 160 möglich werden.

Insgesamt will die Bahn bis 2014 in Sachsen 2,3 Milliarden Euro investieren, davon knapp zwei Milliarden in den Ausbau des Netzes. 444 Millionen sollen bereits dieses Jahr fließen. Allein 120 Millionen kostet die Elektrifizierng der Strecke Reichenbach-Hof auf der Sachsen-Franken-Magistrale. Die entsprechende Finanzierungsvereinbarung wurde auf dem Bahngipfel unterzeichnet. Der Freistaat beteiligt sich mit 8,9 Millionen Euro an dem Projekt.

Noch nicht einig ist man sich dagegen über die Finanzierung des City-Tunnels Leipzig. "Wir haben uns aber darauf verständigt, die noch offenen Fragen erst einmal hinten anzustellen", sagte Morlok dieser Zeitung. Diese dürften den weiteren Baufortgang auf keinen Fall verzögern, pflichtete Grube bei. Man habe daher beschlossen, die für den Bau erforderlichen Mittel freizugeben, auch wenn man sich noch nicht über alle Details einig sei. Bahn und Freistaat streiten vor allem darüber, wer die aufgelaufenen Mehrkosten für das Projekt trägt. Das Wichtigste sei aber, dass der Tunnel wie geplant 2013 übergeben werden könne, sagte Morlok.

Unmittelbar vor dem Bahngipfel in Dresden hatte Grube in Berlin die Halbjahreszahlen des Konzerns präsentiert. Vor allem wegen des wieder anziehenden Güterverkehrs legten Umsatz und Gewinn zu: Die Erlöse stiegen um 13 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro, der operative Gewinn um 26 Prozent auf 846 Millionen Euro. "Wir sind zurück auf Wachstumskurs", sagte Grube.

joh

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