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Baukosten beim Uniklinikum Jena schnellen in die Höhe

Baukosten beim Uniklinikum Jena schnellen in die Höhe

Der Neubau des Universitätsklinikums Jena wird deutlich teurer als geplant. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt in Jena-Lobeda erhöhen sich um 61 Millionen Euro, bestätigte das Kultusministerium am Dienstag.

Jena/Erfurt. Das Klinikum habe braucht mehr Geld unter anderem für bislang unzureichend berücksichtigte Forschungsflächen angemeldet, sagte Sprecher Gerd Schwinger über die Ursachen. Damit würde der Bauabschnitt insgesamt 286 Millionen Euro kosten. Der Mehrbedarf werde derzeit von Kultus- und Finanzministerium geprüft, der Baubeginn verzögert sich.

„Solange die Finanzierung nicht geklärt ist, dürfen wir keinen Bewilligungsbescheid erteilen“, sagte Schwinger. Von dem Bescheid ist der Baubeginn abhängig. Hinter dem jetzt angemeldeten Mehrbedarf steckt nach Angaben Schwingers eine zu knappe Kalkulation bei den bisherigen Planungen. Diese hätten zu wenig Forschungsflächen ausgewiesen. „Ein Uniklinikum muss aber ein Forschungskrankenhaus sein, sonst kann man sich den ganzen Aufwand schenken“, sagte er. Auch der Wissenschaftsrat habe dem Jenaer Klinikum Anfang des Jahres mehr Forschungsflächen empfohlen.

Außerdem treiben ein höherer Bettenbedarf und die nötige Sanierung der Unikliniken in der Innenstadt die Kosten in die Höhe. Schwinger kritisierte in diesem Zusammenhang die frühere CDU-Landesregierung: „Wenn die Vorgängerregierung seriöser geplant hätte, wäre man nicht sehenden Auges in diese Situation geraten.“

Die bisherige Finanzierungsvereinbarung für den zweiten Abschnitt stammt aus dem Jahr 2008, der symbolische erste Spatenstich für Thüringens größtes Bauvorhaben wurde im Mai 2009 gesetzt. Damals war noch von einem Baubeginn in diesem Frühjahr die Rede.

In den ersten Teil des neuen Klinikums in Jena-Lobeda wurden von 1999 bis 2004 bereits rund 236 Millionen Euro investiert. Im zweiten Abschnitt sollen mit Ausnahme der Psychiatrie und der Zahnklinik sämtliche Krankenhäuser der Jenaer Universität in Lobeda zentralisiert werden. Er sollte ursprünglich 2014 in Betrieb gehen und 225 Millionen Euro kosten. Davon wollte das Land 140 Millionen Euro tragen. Das Universitätsklinikum Jena ist ausgelegt für die medizinische Versorgung einer Region mit mehr als einer Million Bewohner. Es verfügt über 26 Kliniken und Polikliniken, 25 wissenschaftliche Institute und beschäftigt mehr als 4000 Mitarbeiter.

Katrin Zeiß, dpa

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