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Bauschutt von AKW Stade wird in Sachsen entsorgt - Umweltministerium prüft Strahlung

Bauschutt von AKW Stade wird in Sachsen entsorgt - Umweltministerium prüft Strahlung

Das sächsische Umweltministerium will den vom stillgelegten Atomkraftwerk Stade angelieferten Bauschutt selbst auf Radioaktivität überprüfen. Bürger seien eingeladen, gemeinsam mit Fachleuten Messungen am ersten Transport vorzunehmen, teilte das Umweltministerium am Freitag mit.

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Das stillgelegte Atomkraftwerk Stade. Radioaktiver Bauschutt kommt jetzt auf eine Deponie in Sachsen.

Dresden. Der Freistaat reagiert damit auf Kritik an den Plänen, 2014 und 2015 jeweils 1000 Tonnen Bauschutt auf der Deponie in Grumbach im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge einzulagern. Das Ministerium betonte, das Material sei so geringfügig radioaktiv, dass es normal entsorgt werden könne. Der Bauschutt sei bereits in Niedersachsen untersucht und freigegeben worden.

Dennoch ziehen sächsische Behörden nun weitere Prüfungen in Betracht. „Das zeigt, dass wir die Sorgen der Bürger sehr ernst nehmen“, sagte Umweltminister Frank Kupfer (CDU). Das Angebot, selbst nachzumessen, richtet sich vor allem an die Interessengemeinschaft „Keine Deponie am Tharandter Wald“. Sie lehnt die Einlagerung ab und fürchtet um die Gesundheit der Anwohner.

Nach Ansicht der Umweltorganisation BUND ist unklar, warum tonnenweise Bauschutt durch Deutschland gefahren werden müsse. „Wir haben den Verdacht, dass der zu erwartende Widerstand gegen die Lagerung des Mülls hier geringer eingeschätzt wurde als in Niedersachsen“, bemerkte der BUND-Landesvorsitzender Felix Ekardt.

Minister Kupfer wiederum schiebt den Schwarzen Peter Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) zu. Niedersachsen sei nicht bereit, den Bauschutt einzulagern, obwohl das Material aus Sicht des Strahlenschutzes unproblematisch sei. Die Folge seien „unnütze Transporte über Hunderte Kilometer“.

dpa

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