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Bistum Dresden-Meißen arbeitet Missbrauchsfälle auf

Bistum Dresden-Meißen arbeitet Missbrauchsfälle auf

Das Bistum Dresden-Meißen arbeitet seine Fälle sexuellen Missbrauchs von katholischen Geistlichen an Kindern auf. „Ein fester Ansprechpartner hält im Bistum den Kontakt zu den Betroffenen“, sagte Bistumssprecher Michael Baudisch der Nachrichtenagentur dpa.

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Quelle: dpa

Dresden. Auch Bischof Joachim Reinelt führe regelmäßig Gespräche mit ihnen. Betroffene hatten sich im Sommer 2010 im Bistum gemeldet. Einige offenbarten sich dem Bischof damals sogar persönlich.

Bundesweit war im Frühjahr 2010 sexueller Missbrauch an jungen Menschen in kirchlichen Einrichtungen bekanntgeworden. In zahlreichen Fällen ermittelt die Staatsanwaltschaft, andere sind bereits strafrechtlich verjährt. Das gilt auch für die Fälle in Dresden-Meißen. Sie ereigneten sich in den 1970er und frühen 1980er Jahren. Wie Baudisch berichtete, vergingen sich dabei insgesamt vier Geistliche an ihren Schützlingen. „Kirchenrechtlich verjährt so etwas aber nie“, sagte Baudisch.

Das Bistum hatte im Sommer 2010 von drei Missbrauchsopfern und zwei weiteren Fälle berichtet, die bereits damals geahndet wurden. Wie Baudisch nun angab, wurden bei den zwei abgeschlossenen Fällen drei Kinder missbraucht. In Dresden-Meißen sind somit sechs Opfer bekannt.

Bei psychologischen Problemen könnten sich Betroffene in Behandlung begeben, sagte Baudisch. Eines der Opfer sei bereits vor Bekanntwerden der Fälle psychiatrisch betreut worden. Inzwischen habe das Bistum der Frau die Behandlungskosten erstattet. Ein Seelsorger in Heidenau verging sich Anfang der 1970er Jahre an ihr und einem weiteren Kind. Er starb kurz darauf im Jahr 1971.

Ein anderes Mädchen wurde vor mehr als 25 Jahren in Riesa von einem damaligen Kaplan sexuell missbraucht. In der Sache werde derzeit noch kirchenrechtlich ermittelt, sagte Baudisch. „Der Fall ist nach Rom gekommen.“ Wann die Ermittlungen dort abgeschlossen sind, sei aber unklar. Baudisch rechnete im Laufe des kommenden Jahres mit einem Ergebnis.

Unabhängig davon habe das Bistum der Frau bereits eine Traumatherapie bezahlt. Ob die Opfer auch finanziell entschädigt werden, sei aber offen. Das Bistum wolle zunächst ein Treffen der Deutschen Bischofskonferenz am 13. März in Paderborn abwarten. Dort werde möglicherweise ein fester Rahmen vorgegeben.

„Keines der Opfer hat bisher Schmerzensgeld oder Schadensersatz gefordert“, sagte Baudisch. In Gesprächen hätten Betroffene immer betont: „Was passiert ist, ist nicht mit Geld zu kompensieren.“

dpa

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