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Bistum Dresden-Meißen gibt Fälle von sexuellem Missbrauch Minderjähriger zu

Bistum Dresden-Meißen gibt Fälle von sexuellem Missbrauch Minderjähriger zu

Im katholischen Bistum Dresden-Meißen ist es in der Vergangenheit zu sexuellem Missbauch Minderjähriger durch Geistliche gekommen. Das gab das Bistum am Donnerstag bekannt.

Leipzig/Dresden. Nachdem anfangs der Eindruck bestanden habe, dass das Bistum von Vorfällen dieser Art verschont geblieben war, seien jetzt mehrere Fälle bekannt geworden.

So hatten sich im Juni zwei Missbrauchsopfer persönlich an den Bischof gewandt und berichtet, dass ein 1971 verstorbener Pfarrer „offensichtlich verbrecherische Handlungen an den Mädchen begangen“ habe. Außerdem gebe es einen Verdacht auf „Verletzung der sexuellen Integrität einer Minderjährigen“ vor etwa 25 Jahren durch einen damaligen Kaplan in Riesa, teilte das Bistums mit.

Der Priester wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe von einen Aufgaben als Pfarrer entbunden. Die Staatsanwaltschaft habe keine Ermittlungen aufgenommen, da der Vorwurf verjährt sei. Die kirchenrechtlichern Ermittlungen dauern nach Angaben des Bistums noch an. Weiterhin gebe es zwei Fälle aus den 1970er und 1980er Jahren, die nach den Richtlinien der Kirchen und der Staatsanwaltschaft aufgearbeitet und abgeschlossen wurden.

Außerdem laufe derzeit in Leipzig ein arbeitsrechtliches Verfahren gegen einen Lehrer einer katholischen Schule. Dieser sei aber kein Priester. Der Mann sei wegen sexueller Belästigung fristlos entlassen worden. Strafrechtlich müsse sich der Mann aber nicht verantworten. Die Staatsanwaltschaft habe das Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs eingestellt.

„Die geschädigten Personen blieben über viele Jahre hinweg sprachlos, weil sie befürchteten, dass ihre Umgebung ihnen nicht glauben würde. Auch wenn das Wissen um die Vergehen schmerzlich sei, müsse nun alles ans Licht kommen, um die Belasteten von ihren seelischen Bedrängnissen zu befreien“ hieß es weiter. Bischof Joachim Reinelt betonte, es sei ihm wichtig, den Geschädigten dabei zu helfen und sie um Verzeihung zu bitten.

Stephan Lohse

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