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"Blaues Haus" soll in Dresden verschwinden - Abrissbagger nähern sich

"Blaues Haus" soll in Dresden verschwinden - Abrissbagger nähern sich

Das Regierungsviertel bekommt ein neues Gesicht. Innerhalb der nächsten zwölf Monate verschwindet ein Gebäude, das zwar nicht der große architektonische Wurf war, aber doch prägend für den Carolaplatz: das sogenannte "Blaue Haus".

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Das "Blaue Haus" am Carolaplatz soll abgerissen werden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Dresden. Der Zehngeschosser beherbergte zu DDR-Zeiten die Pädagogische Hochschule und war zuletzt mehrere Jahre lang provisorische Unterkunft für die Polizeidirektion Oberes Elbtal/Osterzgebirge. Überhaupt wurde er seit der Wende vorwiegend von Mitarbeitern genutzt, die dem Innenministerium zugeordnet sind, darunter dem längst aufgelösten Polizeipräsidium. Nun soll er verschwinden und die Fläche zum Parkplatz werden.

Das Finanzministerium, das die Liegenschaften des Freistaats verwaltet, bestätigte auf DNN-Anfrage diese Pläne. "Der eigentliche Rückbau beginnt im Oktober 2011", teilte Pressesprecher Stephan Gößl mit. Bis dahin sei die Polizei noch damit beschäftigt, Anlagen zu demontieren und das Haus leer zu räumen. "In dieser Zeit finden noch keine Baumaßnahmen statt."

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Dresden. Das Regierungsviertel bekommt ein neues Gesicht. Innerhalb der nächsten zwölf Monate verschwindet ein Gebäude, das zwar nicht der große architektonische Wurf war, aber doch prägend für den Carolaplatz: das sogenannte "Blaue Haus". Der Zehngeschosser beherbergte zu DDR-Zeiten die Pädagogische Hochschule und war zuletzt provisorische Unterkunft für die Polizeidirektion Oberes Elbtal/Osterzgebirge.

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Doch dann geht es in großen Schritten voran. Binnen neun Monaten sollen das Blaue Haus und die Verbindung zum Flachbau daneben verschwunden sein. Zuerst werden "schadstoffhaltige Bauteile" demontiert und die Gebäude entkernt. Dann müssen die umliegenden Gebäude, Fußwege und Straßen mit Schutzgerüsten von den Abrisshäusern abgegrenzt werden, so Gößl. Erst danach beginnt der eigentliche Abriss des Hochhauses.

Diese Arbeiten sind ab Anfang 2012 geplant. Die oberen Stockwerke des Hochhauses müssen dabei vorsichtig Stück für Stück abgebaut werden, damit die umliegenden Häuser - allen voran der Neubau des Innenministeriums - nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Erst ab einer bestimmten Höhe kann der Abbruch mit schwerem Gerät vorangetrieben werden, ohne dass dann noch Rücksicht auf andere Häuser genommen werden muss.

Im Juni 2012 soll dann alles vorbei sein. Danach soll man vom Carolaplatz quer durchs Regierungsviertel bis wenigstens zur Hospitalstraße sehen können. Bis in sieben Meter Fundamenttiefe verschwinden alle Bauten, bevor aus der Fläche vorübergehend ein Parkplatz wird. "Die Freifläche, das Quartier zwischen Albertstraße, Wilhelm-Buck-Straße, Archivstraße und Erich-Ponto-Straße, soll in diesem Zusammenhang befestigt und zum Teil begrünt werden", teilte Sprecher Gößl mit. Und die Erich-Ponto-Straße werde bis zur Einmündung in die Albertstraße verlängert.

Was später mit der Fläche passiert, auf der jetzt noch das "Blaue Haus" steht, ist noch offen. Der Abriss kostet knapp zwei Millionen Euro.

Christoph Springer

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