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Brandanschlag auf jüdische Begräbnishalle in Dresden-Johannstadt

Brandanschlag auf jüdische Begräbnishalle in Dresden-Johannstadt

Auf die Begräbnishalle des Neuen Jüdischen Friedhofs in der Dresdner Johannstadt ist am frühen Sonntagmorgen ein Brandanschlag verübt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, zündeten bisher unbekannte Täter die Eingangstür der Halle auf der Fiedlerstraße 3 an.

Dresden. Eine 66-jährige Radfahrerin bemerkte den Schwelbrand gegen 6 Uhr und informierte Feuerwehr und Polizei.

Der Brand konnte gegen 6.30 Uhr gelöscht und damit ein Übergreifen der Flammen auf die einstigen Synagoge verhindert werden. Dennoch entstand ein Schaden von 5000 Euro.

Die „Soko Rex" des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten suchen Zeugen, die am Sonntagmorgen zwischen 3 und 6 Uhr Beobachtungen rund um den Tatort gemacht haben, die bei der Aufklärung der Straftat helfen können. Das LKA hat eine kostenfreie Telefonnummer geschaltet. Hinweise werden unter 0800 - 673 81 52 entgegengenommen.

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Dresden. Auf die Begräbnishalle des Neuen Jüdischen Friedhofs in der Dresdner Johannstadt ist am frühen Sonntagmorgen ein Brandanschlag verübt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, zündeten bisher unbekannte Täter die Eingangstür der Halle auf der Fielderstraße 3 an. Eine 66-jährige Radfahrerin bemerkte den Schwelbrand und informierte Feuerwehr und Polizei.

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Eine LKA-Sprecherin sagte, ein rechtsextremer Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt. Hinweise, womit das Feuer entzündet wurde, gebe es momentan nicht. Reste von Brandbeschleunigern seien nicht gefunden worden. Die "Soko Rex" ist derzeit mit zwei weiteren Brandanschlägen in Dresden beschäftigt. In der Nacht zum 19. August zerstörte ein Feuer eine Wohnung in einem alternativen Wohnprojekt in Löbtau. Fünf Tage später warf ein Unbekannter einen Molotow-Cocktail in ein Wohnhaus in der Robert-Matzke Straße 16 in Pieschen. Die Hausbewohner bezeichnen sich als „antirassistisches Wohnprojekt“. Um ihren Unmut über die Brandanschläge öffentlich zu machen kamen daraufhin am Donnerstag 500 Menschen in Pieschen und Trachau zu einer Demonstration zusammen. Als sehr besorgniserregend bezeichnete Oberbürgermeisterin Helma Orosz die Brandserie der vergangenen Tage: „Diese anscheinend politisch motivierten Anschläge sind eine beunruhigende Entwicklung. Ich werde mich persönlich über die Ermittlungen des Landeskriminalamtes informieren." Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass rechtsradikale Gruppen oder Einzeltäter am Werk waren, müsse eine friedliche aber wirkungsvolle Antwort gefunden werden, so das Stadtoberhaupt.

Die Oberbürgermeisterin kündigte außerdem an, im Vorbereitungskreis für den 13. Februar das Thema zur Sprache zu bringen. In diesem Kreis sind neben den Parteien auch die jüdische Gemeinde, die Kirchen und zivilgesellschaftliche Gruppen organisiert. „Die Bekämpfung des Rechtsradikalismus ist keine Sache die auf einen Tag im Jahr beschränkt sein darf."

Jens Hoffsommer, Fraktionssprecher der Grünen im Dresdner Stadtrat, sprach der Bürgermeisterin seinen Respekt für ihre "unmittelbare und unmissverständliche Reaktion" aus: „Das ist ein gutes Signal. Wir stehen an der Seite von Frau Orosz, wenn es darum geht, gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen."

Der dritte Brandanschlag innerhalb einer Woche habe in seinen Reihen Empörung und Besorgnis hervorgerufen: „Diese Welle der heimtückischen Gewalt kann keinen Demokraten unbeeindruckt lassen. Wir sind sehr besorgt."

Auch Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) verurteilte den Anschlag. „Diese menschenverachtende und antisemitische Straftat verurteile ich ganz entschieden. Wer so etwas tut, richtet sich damit gegen unsere gesamte Gesellschaft“, betonte der Minister.

ast

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