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Buchenwald-Internetseite offenbar von Neonazis gehackt - „Anschlag auf die Demokratie“

Buchenwald-Internetseite offenbar von Neonazis gehackt - „Anschlag auf die Demokratie“

Die Internetseiten der KZ-Gedenkstätte Buchenwald sind am Mittwoch von Neonazis zum Teil gelöscht worden. Die Hacker hätten auf der Startseite (www.buchenwald.

Weimar. de) rechtsradikale Symbole und Parolen eingestellt, teilte Stiftungsdirektor Volkhard Knigge mit. Außerdem seien die Seiten mit Internetangeboten verlinkt worden, auf denen der Holocaust geleugnet werde. Die Stiftung hat Anzeige erstattet. Das Landeskriminalamt wurde eingeschaltet.

Die Gedenkstätte konnte die Parolen bis zum Mittag entfernen. Wann das Angebot wieder vollständig hergestellt werden kann, ist nach Angaben Knigges noch offen. Die Täter entfernten unter anderem das Totenbuch des KZ Buchenwald und die Internetseite über das Konzentrationslager Dora. Das sei der Versuch, „die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen auszulöschen“, sagte der Stiftungsdirektor. Ein solcher krimineller Angriff auf die Gedenkstättenarbeit sei bisher einmalig. Nach Angaben der Stiftung besuchen täglich mehrere tausend Menschen weltweit die Internetseiten.

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) verurteilte den Hacker-Angriff als „schamlosen Anschlag auf die Demokratie“. Die Verunglimpfung der Opfer sei „ein Akt der Menschenverachtung. Diese Attacke ist eine Herausforderung an alle demokratischen Kräfte.“ Der SPD-Abgeordnete Peter Metz zeigte sich entsetzt. „Hier handelt es sich um politisch motivierte Kriminalität in einer neuen, beängstigenden Qualität.“ Der Vorfall zeige, „dass den kriminellen Machenschaften rechter Fanatiker Einhalt geboten werden muss, und zwar mit allen Mitteln, die dem Rechtsstaat zur Verfügung stehen“.

dpa

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