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Bundespolizei registriert wachsende Gewalt gegen Beamte

Bundespolizei registriert wachsende Gewalt gegen Beamte

Die Bundespolizei in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sieht ihre Beamten wachsender Gewalt ausgesetzt. Im vergangenen Jahr habe es vermehrt Angriffe auf Beamte gegeben, sagte der für alle drei Länder zuständige Chef der Bundespolizeidirektion Pirna, Wieland Mozdzynski, am Freitag im sächsischen Pirna.

Pirna. Im Vergleich zu 2008 stieg die Zahl der Fälle von 37 auf 83. Tatort waren meist Bahnhöfe, Anlass Einsätze bei Fußballspielen. „Wir führen diesen Anstieg auf eine wachsende Gewaltbereitschaft alkoholisierter Täter zurück.“

Insgesamt registrierte die Behörde im Vergleich zu 2008 aber keinen nennenswerten Anstieg der Kriminalität. Die Zahl der angezeigten Straftaten wuchs um 0,7 Prozent auf 22 822. Neben Körperverletzungen waren das Sachbeschädigungen, Eigentumsdelikte, Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz oder Betrug. Die Hälfte aller Straftaten wurden in Sachsen angezeigt. Dabei spielten zum Beispiel auch illegale Grenzübertritte aus Polen oder Tschechien eine Rolle.

Nach Angaben Mozdzynkis sind viele Menschen bei der illegalen Einreise nach Deutschland nicht mehr auf Schleuser angewiesen - nach dem Wegfall der Grenzkontrollen nutzen sie das gut ausgebaute und ausgeschilderte Straßennetz. Darauf stelle sich die Bundespolizei ein: „Mit mobilen Streifen fahnden wir schwerpunktmäßig an Hauptverkehrswegen, wie das der Schengener Grenzkodex gestattet.“ Pro Quartal stellte die Bundespolizei zwischen 240 und 350 unerlaubte Einreisen fest. Der „Migrationsdruck“ insgesamt lasse nach. Viele Betroffene würden schon an den EU-Außengrenzen aufgehalten.

Mozdzynski widersprach der Wahrnehmung vieler Menschen in der Grenzregion, dass die Überwachung nachgelassen habe. Gerade im sächsischen Grenzgebiet zu Polen und Tschechien sei die Zahl täglich operierender Streifen unmittelbar nach dem Wegfall der Grenzkontrollen um etwa 70 Prozent erhöht worden. Fahndungsdichte und Präsenz seien größer als früher.

dpa

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