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Bundestagsvizepräsident Thierse: Westdeutsche kennen den Osten zu wenig

Bundestagsvizepräsident Thierse: Westdeutsche kennen den Osten zu wenig

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat ein mangelndes Interesse vieler Westdeutscher am Osten der Republik kritisiert. „Es ist beklagenswert, wie viele Westdeutsche noch nie im Osten Deutschlands waren.

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Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD)

Quelle: André Kempner

Berlin. Es wäre doch normale menschliche Neugier, den anderen, so lange verborgenen Teil Deutschlands kennenzulernen“, sagte er der Wochenzeitung „Das Parlament“ aus Anlass des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung. Der frühere Kanzleramtsminister Rudolf Seiters (CDU) und Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) bemängelten in der Zeitung ebenfalls, dass die Westdeutschen sich zu wenig mit den neuen Bundesländern befassen.

Während Genscher zugleich sagte, die innere Einheit sei sehr viel weiter fortgeschritten als viele es wahrhaben wollten, sieht Thierse eine noch zu geringe Präsenz Ostdeutscher in Spitzenpositionen. In Wirtschaft, Medien und Wissenschaft seien sie „schlicht unterrepräsentiert.“ Der politische Bereich sei eine große Ausnahme. „Dort konnten die Ostdeutschen von Anfang an Menschen ihresgleichen in führende Positionen wählen“, sagte der Bundestagsvizepräsident. „Aber etwa in  Wirtschaftsunternehmen oder Fernsehanstalten hatten Ostdeutsche keine vergleichbare Chance.“

Seiters äußert sich im Rückblick auf die Wendezeit lobend über die Politiker der nach dem Mauerfall gewählten Volkskammer. „Ich muss auch im Nachhinein sagen, dass ich voller Respekt bin vor den Volkskammerabgeordneten. Wir Westdeutschen kannten uns aus mit parlamentarischen Fragen. ... Das war in der Volkskammer ja nicht vorhanden“, sagte er. „Und wie etwa der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière die Probleme angepackt hat, oder sein Unterhändler Günther Krause beim Einigungsvertrag ý da kann ich nur sagen: Hut ab!“

dpa

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