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Bus mit dänischen Ski-Urlaubern auf der A9 verunglückt: Drei Menschen sterben

Bus mit dänischen Ski-Urlaubern auf der A9 verunglückt: Drei Menschen sterben

Dessau-Roßlau/Kopenhagen. Sie wollten von Kopenhagen aus in den Ski-Urlaub nach Österreich, doch ihre Fahrt endete tödlich: Drei Dänen starben, als ihr Reisebus in der Nacht zum Samstag auf der Autobahn 9 bei Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) verunglückte.

Ersten Angaben zufolge saßen insgesamt 66 Menschen in dem Bus, möglicherweise waren es aber 65. Mehrere von ihnen wurden schwer verletzt, darunter der Polizei zufolge auch der Fahrer. Der Bus war in eine Mittelleitplanke aus Beton geprallt - mit einer solchen Wucht, dass diese sich extrem verschob.

Die Unglücksursache und die Identität der Toten waren noch unklar. „Zum Zeitpunkt des Unfalls gab es keinen Starkschnee und die Winter- Räumfahrzeuge waren auf der Autobahn unterwegs“, sagte Michael Senger von der Autobahnpolizei Dessau. Das schwer beschädigte Fahrzeug mit den Urlaubern kippte um und blieb liegen. Eine komplette Achse sprang heraus und lag neben dem Wrack. Weil ein Teil des Reisebusses auf die Gegenfahrbahn ragte, war die Autobahn (Berlin-München) am Nachmittag in beiden Richtungen gesperrt.

Noch Stunden nach dem abrupten Ende der Ski-Reise gegen 1 Uhr morgens bot sich Augenzeugen ein schreckliches Bild: „Der Bus ist extrem beschädigt. Die ganze Vorderachse ist abgerissen, Kleidung von Passagieren liegt verstreut auf der Fahrbahn“, berichtet etwa ein Fotograf. Die unverletzten Reisenden wurden in Hotels gebracht. „Dort laufen Kinder teils nur in Strumpfhosen und Hemd herum. Sie hatten im Bus geschlafen und deshalb nur wenig an“, sagt der Fotograf. Die Dänen würden von Seelsorgern betreut, hieß es bei der Polizei.

Bei den Toten handle es sich um drei Erwachsene, hieß es. „Im Bus saßen Kinder, Erwachsene und Mitarbeiter des „Kærnehuset“ aus Kopenhagen, einer Institution für Jugendliche“, sagt der 1. Sekretär der Dänischen Botschaft in Berlin, Casper Leiholt, der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Drei Leute von uns sind am Morgen nach Dessau gefahren.“ Zur Identität der Toten hatte auch er noch keine Informationen.    Dutzende Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Abschleppdienste waren in der Nacht zur Unglücksstelle geeilt. Nach etwa neun Stunden wurde der Bus mit einem Kran geborgen. „Der Aufwand für die Ermittlung der Unfallursache wird enorm“, sagte Senger. „Wir müssen alle be- und entlastenden Momente suchen und das Fahrzeug untersuchen.“

Das Unglück weckte Erinnerungen an den schweren Bus-Unfall im Juni 2007 auf der Autobahn A 14 in Sachsen-Anhalt. Ein Laster war damals nahe Könnern an einem Stauende mit großer Wucht auf einen Reisebus geprallt, der daraufhin eine Böschung hinunterstürzte. 13 Businsassen starben, 22 weitere wurden teils schwer verletzt. Es handelte sich um eine Reisegruppe aus Hopsten im Münsterland.

Sophia-Caroline Kosel, dpa

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