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Cessna-Absturz in Sächsischer Schweiz: Suche an Unfallstelle dauert an

Cessna-Absturz in Sächsischer Schweiz: Suche an Unfallstelle dauert an

Schnee, zerklüftetes Gelände, ein in viele Einzelteile zerschellter Jet: zwei Tage nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in der Sächsischen Schweiz sind die Ursache und die genaue Opferzahl ungeklärt.

Dresden/Braunschweig. Die Polizei gehe davon aus, dass der Pilot und die Copilotin ums Leben gekommen sind, könne aber weitere Opfer nicht definitiv ausschließen, sagte ein Sprecher in Dresden. Für den Flug mit der Cessna C 550 von Prag nach Schweden seien ein 26 Jahre alter Tscheche und eine gleichaltrige Pilotin aus der Slowakei angemeldet gewesen und deren Ausweispapiere gefunden worden. Bisher geborgene Leichenteile seien aber noch nicht identifiziert. „Wir können nicht sagen, ob sie zu den beiden Piloten gehören.“ Die Suche im Absturzgebiet dauert an.

 

Der zweistrahlige Citation-Geschäftsreisejet war nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) Braunschweig für ein Luftfahrtunternehmen unterwegs und in Tschechien für den Verkehr zugelassen. Die Firma Timeair, die das Flugzeug betreibt, äußerte sich tief bestürzt. „Mit tiefer Trauer erhielten wir den Bericht über den Unfall des Flugzeug Cessna 550, in der zwei Piloten gestorben sind. Wir verloren in ihnen nicht nur erfahrene Berufskollegen, sondern Freunde und Bekannte. Die Sicherheitsabteilung erforscht die Ursachen mit der deutschen Luft-Unfall BFU und in Zusammenarbeit mit den tschechischen Behörden, hieß es in einer Stellungnahme. Die Firma werde den Ermittlern Informationen und Unterlagen zur Verfügung stellen.

 

Die Maschine war kurz nach dem Überqueren der tschechischen Grenze am Sonntagabend plötzlich vom Radar verschwunden. Zuvor hatte der Pilot noch Funkkontakt mit der Deutschen Flugsicherung, sagte ein BFU-Sprecher. Das Flugzeug hatte bei Reinhardtsdorf-Schöna stark an Höhe verloren und war nahe dem Großen Zschirnstein, dem mit rund 562 Metern höchsten Berg im deutschen Elbsandsteingebirge, abgestürzt. Noch vor Mitternacht hatte ein Hubschrauber erste Wrackteile lokalisiert.

Die Absturzstelle liegt in einem schwer zugänglichen und felsigen Waldgebiet, was die Ermittlungen der Polizei und der drei Experten der Braunschweiger Behörde erschwert. Neben der Suche nach menschlichen Überresten läuft die Bergung der zerschellten Maschine. „Es ist ein Puzzle“, sagte der BFU-Sprecher. An der Absturzstelle habe es auch gebrannt. Erste kleinere Teile des Jets seien geborgen. Die Recherchen am Absturzort würden noch bis Ende der Woche dauern. Dann könnten Teile oder das gesamte Wrack für detaillierte Untersuchungen nach Braunschweig gebracht werden. Ein erster schriftlicher Bericht mit allen gesicherten Fakten werde Anfang April im Internet erscheinen, der Abschlussbericht mit der Ursache erst in mehreren Monaten vorliegen.

Das Elbsandsteingebirge erstreckt sich entlang der Elbe zwischen Pirna in Sachsen und Tetschen (Decin) in Tschechien. Mit dem ständigen Wechsel von Ebenen, Schluchten, Felsrevieren und Tafelbergen gilt es sowohl bei Wanderern und Touristen als beliebtes Ausflugsziel als auch als Eldorado für Bergsteiger und Kletterer.

dpa

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