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Chemnitzer protestieren friedlich gegen Auftakt von NPD-Tour in Sachsen

Chemnitzer protestieren friedlich gegen Auftakt von NPD-Tour in Sachsen

Die rechtsextreme NPD in Sachsen marschiert seit Dienstag vor Asylbewerberheimen auf und hat damit massive Proteste ausgelöst. Schon zum Auftakt der sogenannten Aktionswoche formierten sich in Chemnitz Gegenkundgebungen.

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Quelle: dpa

Chemnitz. Nach Angaben der Polizei gab es keine Ausschreitungen. Der Verein Opferberatung Chemnitz stellte das anders dar und berichtete von Angriffen Rechtsextremer auf Teilnehmer einer friedlichen Sitzblockade.

Zahlreiche Initiativen und Verbände hatten die Aktionen der Rechtsextremen schon vorab als „Brandstiftertour“ bezeichnet und zum friedlichen Protest aufgerufen. Die NPD plant auch Aufzüge vor muslimischen Gebetsstätten und kulturellen Einrichtungen in acht sächsischen Städten.

Der sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo verurteilte die Provokationen der Rechtsextremen. Offensichtlich gerate die NPD angesichts fallender Umfragewerte in Panik und versuche nun, mit Fremdenfeindlichkeit wieder Stimmen zu holen. „Flüchtlinge sind unsere Verantwortung. Wir bekennen uns zu den Menschenrechten und zum Schutz der Asylbewerber“, sagte Gillo der Nachrichtenagentur dpa. Es sei ein sehr ermutigendes Zeichen, dass in vielen Städten Bürger und auch die politisch Verantwortlichen gegen die Rechtsextremen Gesicht zeigten. „Sie machen damit deutlich, dass es nicht akzeptabel ist, Ausländer auszugrenzen. Sie sind Teil unserer Gesellschaft.“

Nach Angaben des Kulturbüros Sachsen versucht die sächsische NPD schon seit einem Jahr, die Debatte zu Asyl und Islam anzuheizen. Mit der Aktionstour spitze sie nun ihre Strategie zu und verbinde beide Themen zu einem Komplex. „Damit versucht sie, Resonanz in weiten Teilen der Gesellschaft zu finden.“ Das Kulturbüro - eine Beratungseinrichtung für Initiativen gegen Rechts - erinnerte daran, dass täglich Menschen mit anderer Hautfarbe Ziel rassistischer Angriffe werden - genauso wie Geschäfte, Restaurants oder Imbisse, die von Menschen mit ausländischen Wurzeln betrieben werden.

dpa

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