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Debatte im Landtag um weitere Kernforschung im Freistaat Sachsen

Debatte im Landtag um weitere Kernforschung im Freistaat Sachsen

Der Atomausstieg ist in Deutschland beschlossene Sache, in Sachsen streiten sich Parteien nun um eine Weiterführung der Kernforschung. Die Grünen im Landtag forderten am Mittwoch, die Finanzierung der Atomforschung aus dem sächsischen Haushalt zu beenden.

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Quelle: dpa

Dresden. In Sachsen werden entsprechende Forschungen derzeit an der TU Dresden, an der Hochschule Görlitz/Zittau sowie außeruniversitär am Forschungszentrum Rossendorf betrieben. Die schwarz-gelbe Koalition lehnte das Ansinnen der Grünen umgehend ab. Die Wissenschaftsfreiheit dürfe nicht „einem grünen Zeitgeist" geopfert werden, erklärten die Liberalen.

„Wenn Deutschland aus der Atomenergie aussteigt, ist es doch aberwitzig, zwei Professuren mit sächsischen Steuergeldern zu finanzieren, die weiter an der Nutzung der Atomenergie arbeiten", argumentierte Karl-Heinz Gerstenberg (Grüne). Die Professuren und das zugehörige Personal sollten so schnell wie möglich für die Forschung zu erneuerbaren Energien, Netz- und Speichertechnologien sowie Energieeffizienz umgewidmet werden. „Ich stelle die Freiheit der Forschung nicht infrage. Aber ich sehe nicht ein, Dinge öffentlich zu finanzieren, die gesellschaftlich nicht gewollt sind."

„Die Grünen entlarven sich mit ihrer Forderung als Gegner von Fortschritt und Technologie sowie Befürworter von Denkverboten", erklärte der FDP-Abgeordnete Andreas Schmalfuß. Deutschland sei in der Kerntechnik und -sicherheit bestens aufgestellt und genieße international einen guten Ruf. Dies dürfe man nicht aufgeben. „Auch wenn Deutschland nun hastig die Nutzung der Atomenergie über Bord wirft: Wir sind damit eine Insel." In den Nachbarländern seien fast 100 Kernkraftwerke in Betrieb, Bau oder Planung. Deutsches Know-how und Sicherheitsstandards würden weiterhin im Ausland gebraucht.

Auch die CDU hält Kernforschung für unverzichtbar. Mitnichten ließe sich die Kernforschung auf den Energiebereich begrenzen, betonte der CDU-Parlamentarier Günther Schneider. Vielmehr liefere sie in Lebensbereichen wie etwa der Medizin und der Materialforschung wertvollen Erkenntnisgewinn. „Vor allem die im Freistaat Sachsen erfolgreich betriebene Medizinforschung wäre ohne den Beitrag der Strahlenforschung undenkbar." Eine Einstellung der Kernforschung würde dem Hightech-Standort Sachsen nachhaltig schädigen.

dpa

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