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Debatte um Sicherheit auf Autobahnen nach schweren Unfällen bei Döbeln

Debatte um Sicherheit auf Autobahnen nach schweren Unfällen bei Döbeln

Vor dem Hintergrund der schweren Unfälle auf der Autobahn 14 nahe Döbeln hat der Auto Club Europa (ACE) am Dienstag mehr LKW-Fahrerassistenzsysteme, die rechtzeitig Gefahren signalisieren, gefordert.

Döbeln/Leipzig. "Es wäre wünschenswert, wenn diese Systeme flächendeckend eingeführt würden", so ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Sie könnten zahlreiche Unfälle verhüten. Allerdings sparten manche Spediteure gerade dort. Grünen-Verkehrspolitiker Anton Hofreiter kritisierte: "Der Güterverkehr insgesamt wäre auf der Schiene besser untergebracht." Das Bundesverkehrsministerium gehe schließlich selbst von einer Zunahme des Güterverkehrs bis 2025 um 70 Prozent aus.

Insbesondere die Anrainer der Baustelle auf der A 14 reagierten am Dienstag betroffen: Mutzschens Bürgermeister Carsten Graf (parteilos) sagte: "Wir haben die Gefahr schon erkannt, als die Baustelle eingerichtet wurde." Leisnigs Ordnungsdezernent Uwe Dietrich: "Die Baustelle ist eine große Belastung für die Bürger. Man traut sich kaum, dort aufzufahren." Seit April werden zwischen Mutzschen und Leisnig zehn Kilometer Autobahn wegen Betonkrebs erneuert.

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Döbeln/Leipzig. Die schweren Unfälle auf der A 14 haben eine neue Debatte um die Sicherheit von LKWs und Autobahn-Baustellen ausgelöst. Nachdem innerhalb von 24 Stunden drei Menschen auf der Autobahn Dresden-Leipzig starben, forderte der Auto Club Europa am Dienstag mehr LKW-Fahrerassistenzsysteme, die Gefahren rechtzeitig signalisieren.

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Bei einem Verkehrsunfall war dort am Dienstag erneut ein Mensch ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizeidirektion Westsachsen verunglückte am Mittag der Fahrer eines rumänischen Kleintransporters rund 500 Meter hinter der Anschlussstelle Döbeln-Ost. Er war mit seinem Wagen gegen 12.30 Uhr in Richtung Magdeburg unterwegs und kollidierte mit einem vorausfahrenden LKW aus Tschechien. Erst am Vorabend waren zwei Personen bei einer Karambolage zwischen Döbeln-Nord und Leisnig getötet worden.

Wie die Polizei weiter mitteilte, habe der Transporterfahrer den vor ihm fahrenden Lastwagen vermutlich zu spät erkannt. Nach ersten Zeugenaussagen versuchte er noch auszuweichen, streifte aber den LKW. Dieser war nach Polizeiangaben vorschriftsmäßig unterwegs und habe die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometer nicht überschritten, hieß es.

Trotz Rettungsversuchen verstarb der Transporterfahrer noch an der Unfallstelle. Die Autobahn musste wegen der Bergungsarbeiten kurzzeitig gesperrt werden. Am Nachmittag wurde eine Fahrspur wieder freigegeben.

Bereits am Montagabend hatte es nur wenige Kilometer entfernt eine Karambolage mit zwei Toten und zwei Schwerverletzten gegeben. Fünf Lastwagen und ein Auto waren zwischen den Anschlussstellen Döbeln-Nord und Leisnig aufeinander aufgefahren, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Auslöser war ein Unfall gegen 19.30 Uhr. Ein LKW war von der Fahrbahn abgekommen. Da dessen Ladung nur mit Hilfe eines Krans geborgen werden konnte, wurde die A 14 gesperrt. Etwa 22.15 Uhr fuhr dann ein tschechischer LKW ungebremst in das Stauende. Die Wucht des Aufpralls schob die Fahrzeuge ineinander. Dabei wurde unter anderem ein tschechischer PKW unter einen Schwerlasttransporter geschoben.

Der letzte Lastwagen, der den Unfall verursacht hatte, fing bei der Kollision Feuer. Die Flammen griffen auf weitere Lastwagen und das Auto über. Mehrere Fahrzeuge brannten vollkommen aus. Die Fahrer eines tschechischen Lastwagens und des Autos kamen bei dem Unfall ums Leben. Sie verbrannten nach Polizeiangaben in ihren Fahrzeugen. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an.

Die Autobahn blieb wegen der Aufräumarbeiten in Fahrtrichtung Magdeburg voll gesperrt und wurde am Nachmittag wieder freigegeben. „Dort gibt es einen riesigen Schrottberg, es kann noch Stunden dauern“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Die LKW hatten unter anderem Eisenteile und Schrott geladen. Der Sachschaden wird auf rund 300.000 Euro geschätzt.

dpa/sl/nöß/Roland Herold/Frank Pfeifer

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