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Suizide auf Gleisen: Deutsche Bahn reagiert mit neuer Technik

Pilotprojekt gegen Zugunfälle Suizide auf Gleisen: Deutsche Bahn reagiert mit neuer Technik

Mit neuer Technik will die Deutsche Bahn ihre Lokführer vor möglichen Suiziden und auch Tieren auf den Gleisen warnen.

ICE auf der neuen Trasse von Halle und Leipzig nach Erfurt (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Mit neuer Technik will die Deutsche Bahn in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Sicherheit und den Service auf der Schiene und in Bahnhöfen verbessern. So startet Anfang kommenden Jahres zwischen Erfurt und den Städten Leipzig und Halle ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt gegen Zugunfälle, wie Eckart Fricke, Bevollmächtigter der Bahn für die drei Länder am Freitag sagte. Auf der neuen Schnellfahrstrecke werden Glasfaserkabel installiert, die Schallwellen in optische Signale umwandeln. Wenn sich Menschen oder Tiere auf den Gleisen aufhalten, können Lokführer darauf aufmerksam gemacht werden. Mit der neuen Technik will die Bahn auch dem Problem von Suiziden an ihren Strecken begegnen.

Für verlässlichen und pünktlichen Zugverkehr in den drei Ländern sollen zudem Systeme zur Ferndiagnose von Weichen sorgen. Diese melden Störungen automatisch, so dass notwendige Eingriffe schnell koordiniert werden können. Im Regionalbereich Südost wurden in diesem Jahr nach Frickes Angaben bereits mehr als 540 Weichen mit dem neuen System ausgestattet. Bis 2020 sollen weitere rund 3500 Weichen folgen.

Auch die Aufzüge und Fahrtreppen auf den Bahnhöfen im Südosten können per Ferndiagnose überwacht werden. Störungen werden dann gleich gemeldet und Reparaturen „sofort veranlasst“, wie Fricke sagte. Insgesamt werden 292 Aufzüge und 38 Fahrtreppen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem System ausgerüstet. Über die App „DB Bahnhof live“ können sich Zugreisende über bestehende Störungen informieren. Dies sei vor allem für Menschen mit Behinderung von Interesse, die in besonderem Maße auf diese Einrichtungen angewiesen seien, so Fricke.

LVZ

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