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Deutscher Brückenbaupreis wird in Dresden vergeben: Zwei sächsische Brücken nominiert

Deutscher Brückenbaupreis wird in Dresden vergeben: Zwei sächsische Brücken nominiert

Dresden. Der Deutsche Brückenbaupreis 2010 wird  am Montagnachmittag im Audimax der TU Dresden verliehen. Den undotierten Preis lobt die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure in den beiden Kategorien „Straßen- und Eisenbahnbrücken" und „Fuß- und Radwegbrücken" aus.

. Der Festakt findet im Rahmen des 20. Dresdner Brückenbausymposiums am 15. und 16. März statt.

Unter den sechs nominierten Bauwerken sind auch zwei sächsische: In der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken" gehen die Muldebrücke bei Wurzen und die Elbebrücke Mühlberg an der Grenze zu Brandenburg ins Rennen. Ausgezeichnet werden die Bauwerke sowie die Ingenieure, die wesentlichen Anteil am Entstehen hatten. Zur Verleihung werden rund 1300 Gäste erwartet.

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Dresden. Der Deutsche Brückenbaupreis 2010 wird am Montagnachmittag im Audimax der TU Dresden verliehen. Der Festakt findet im Rahmen des 20. Dresdner Brückenbausymposiums am 15. und 16. März statt. Unter den sechs nominierten Bauwerken sind auch zwei sächsische: die Muldebrücke bei Wurzen und die Elbebrücke Mühlberg an der Grenze zu Brandenburg. Rund 1300 Gäste werden erwartet.

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Muldebrücke bei Wurzen

Ende Mai 2007 rollten die ersten Fahrzeuge über die rund 500 Meter lange Muldebrücke zwischen Bennewitz und Wurzen: Eine Besonderheit des Bauwerkes ist laut Jury die markante und in Deutschland sehr seltene aus dem Überbau „herauswachsende" dreieckige Konstruktion eines Zügelgurt-Stahlfachwerks, die vor allem im 19. Jahrhundert gebräuchlich war und bei der Brücke mit modernen Bautechniken weiterentwickelt wurde. „Dem Bauwerk gelingt es wie selbstverständlich, das flache Muldetal zu queren, ohne die Landschaft zu dominieren", heißt es in der Begründung der Nominierung. Verantwortlich für den Brückenentwurf ist der Ingenieur Heinz Schmackpfeffer.

Elbebrücke bei Mühlberg

Die inzwischen als „Auge von Mühlberg" bekannte 700 Meter lange Elbebrücke bei Mühlberg überzeugte die Jury dagegen durch die „gelungenen Kombination aus schlichter Eleganz und innovativer Konstruktionsidee". Dank der im Strombereich möglichen Stützweite von 144 Metern erfüllt die neue Elbequerung nach Ansicht der Jury auch die ökologischen Vorgaben optimal. Denn bei der Planung der neuen Brücke im Zuge der Landesstraße L 66 bei Mühlberg bestand die Aufgabe darin, die Eingriffe in die Elbauen mit ihren verschiedenen Schutzgebieten trotz der beträchtlichen Bauwerkslänge möglichst gering zu halten. Diese Aufgabe wurde laut den Brückenexperten mit der zurückhaltenden, an die Landschaft gut angepassten, flachen Balkenbrücke gelöst. Gleichzeitig loben die Juroren, dass die innovative Auflösung des Strompfeilers durch eine weithin sichtbare Öffnung zwischen den Rahmen der Brücke - daher rührt der Name „Auge von Mühlberg" - ein unverwechselbares Aussehen verleiht. Der Ingenieur Wolfgang Eilzer ist Verfasser des Entwurfs.

Beide Brücken konkurrieren in dieser Kategorie mit der neuen Rügenbrücke um den Preis. Zu den drei Nominierungen in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken" gehört mit der neuen Seebrücke Sassnitz mit ihrem weit gespannten Schwung über 22 Meter Höhenunterschied hinweg ebenfalls eine Rügener Brücke. Weitere Kandidaten sind die Altmühlbrücke in Eichstätt (Bayern) sowie die Hafenbrücke Bremerhaven, die die Stadt mit den Sehenswürdigkeiten am Alten Hafen verbindet.

Die Nominierungen wurden aus insgesamt 27 Wettbewerbsbeiträgen von verschiedenen Brückenexperten ausgewählt. Der Brückenbaupreis wird alle zwei Jahre vergeben, um herausragende Ingenieurleistungen für ein Bauwerk zu prämieren, dessen Fertigstellung, Umbau oder Instandsetzung zum Bewerbungsschluss nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Bundesbauministeriums. Er wurde 2006 ins Leben gerufen und 2008 zum zweiten Mal vergeben. Damals wurden die Humboldthafenbrücke in Berlin (Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken") und die Dreiländerbrücke in Weil am Rhein (Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken") als Preisträger gekürt.

Meike Strüber

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