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Die Jagd nach dem Plagiat: Wöllers Doktorarbeit wird überprüft

Die Jagd nach dem Plagiat: Wöllers Doktorarbeit wird überprüft

Für die Plagiatsjäger im Internet bleibt die Doktorarbeit des sächsischen Kultusministers Roland Wöller (CDU) ein Thema. Laut einem Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag) sitzen zwei Gutachter und der Gründer der Internetplattform „VroniPlag“ an dem Fall.

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Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU).

Quelle: Andreas Döring

Dresden. Der Mann, der öffentlich unter dem Namen „Goalgetter“ auftritt, forderte Wöller auf, die Akten der Prüfung an der TU Dresden im Jahr 2007 freizugeben: „Es geht hier nicht nur um den guten Ruf von Wöller, sondern auch um den guten Ruf der Universität“, sagte er.

Wöller wird vorgeworfen, aus der Magisterarbeit eines Studenten abgeschrieben zu haben. Der Minister verweist auf eine bereits erfolgte Überprüfung des Falls. Ende 2007 war der Promotionsausschuss der Technischen Universität Dresden zwar zu dem Urteil gelangt, dass Wöller kein „Täuschungsvorwurf im akademischen Sinne“ und kein Urheberrechtsverstoß vorzuwerfen ist. Allerdings hielt der Ausschuss die Menge der Übereinstimmungen zwischen der Magisterarbeit und dem ersten Teil von Wöllers Dissertation für „bedenklich“.

Unklar bleibt, welche Konsequenzen eine neuerliche Prüfung der Arbeit für Wöller haben kann. „Der Fall ist für die Fakultät abgeschlossen, da bisher keine anderen Plagiatsvorwürfe als die vor Jahren untersuchten und als unzureichend befundenen vorliegen“, sagte der Vorsitzende des Promotionsausschusses, Prof. Bruno Klein, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. „Sollte allerdings jemand an anderen Stellen fündig werden und dort Plagiate belegen können, so müssten wir das Verfahren wohl wieder eröffnen.“ Klein glaubt allerdings nicht, dass es so weit kommt.

Im Interview mit der „Zeit“ (Donnerstag) zeigte sich Wöller selbstkritisch. „Ich habe die Herkunft einiger Stellen in meiner Arbeit nicht hinreichend mit Fußnoten deutlich gemacht. Dafür bin ich zu Recht gerügt worden. Diese Rüge ist für mich keine Kleinigkeit.“ Wöller hatte seine Doktorarbeit mit dem Titel „Der Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands 1952 bis 1975. Zur politischen und wissenschaftlichen Diskussion der wirtschaftlichen Wiedervereinigung“ 2002 vorgelegt. Sie war mit „magna cum laude“ bewertet worden - mit „sehr gut“.

dpa

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