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Die wichtigsten „Baustellen“ der Bahn in Sachsen

Die wichtigsten „Baustellen“ der Bahn in Sachsen

Das einstige Prestigeprojekt wird wegen einer Kostenexplosion immer mehr zum Alptraum. Ursprünglich war das Vorhaben auf 572 Millionen Euro veranschlagt, aktuell liegt die Kostenprognose bei 960 Millionen Euro.

ognose bei 960 Millionen Euro. Davon muss Sachsen nach Lage der Dinge mindestes 500 Millionen Euro tragen. Wegen schlechter Vertragsbedingungen bleiben das Land und die Stadt Leipzig auf dem größten Teil der Mehrkosten sitzen. Aber auch unter anderem Blickwinkel stellen sich Fragen. Es werden nur wenige Fernzüge unter Leipzig durchfahren können. Dem Vernehmen nach sind die Taktzeiten für den Nahverkehr so eng, dass kaum Platz für Fernverkehr bleibt. Doppelstockwagen können nicht fahren, weil das Aus- und Einsteigen zu lange dauert.

STRECKE DRESDEN-BERLIN:

Noch vor dem Zweiten Weltkrieg dauerte eine Zugfahrt von Dresden nach Berlin rund 100 Minuten. Heute sind Züge auf der etwa 175 Kilometer langen Strecke mehr als zwei Stunden unterwegs. Eine schnellere Verbindung wird als Schwerpunkt in der sächsischen Verkehrspolitik gesehen und ist von der Bahn auch zugesagt. Auf dem „Bahngipfel“ 2010 sicherte die Bahn zu, ab 2014 auf diesem Gleis streckenweise mit Tempo 200 zu fahren und die Fahrtzeit um eine halbe Stunde zu senken. Jetzt stellt sich die Frage, ob der Zeitplan eingehalten werden kann. Zunächst benötigt die Bahn Baurecht.

SACHSEN-FRANKEN-MAGISTRALE:

Die Sachsen-Franken-Magistrale ist die wichtigste Ost-West-Verbindung im Freistaat und verbindet Dresden via Hof mit Nürnberg. Hier kommt es immer mal zu Problemen mit der Neigetechnik und zu Verspätungen. Nun soll die Strecke bis Hof elektrifiziert werden. Die Weiterfahrt nach Nürnberg ist aber nur mit Dieselloks möglich. Noch fehlen klare Aussagen, bis wann der Rest der Strecke unter Strom steht. Sachsen wünscht sich auch besseren Standard. Reisende klagen über kaputte Toiletten, fehlende Barrierefreiheit und Schwindelgefühl als Folge der Neigetechnik.

STRECKE DRESDEN-WROCLAW

:

Seit März 2009 fährt die Bahn nicht mehr auf eigene Rechnung von Dresden ins polnische Wroclaw. Vielmehr muss der Freistaat dafür zahlen. Die Anschubfinanzierung läuft aber Ende dieses Jahres aus. Wie es danach mit dem Dresden-Wroclaw-Express weitergeht, ist unklar. Die Grünen machen geltend, dass die Strecke immer stärker in Anspruch genommen wird. Sollte das Angebot wegfallen, gäbe es keinen durchgängigen Schienenverkehr mehr von Dresden nach Polen.

S-BAHN DRESDEN-MEISSEN

:

Nach einer Vereinbarung zwischen Sachsen und der Bahn sollte die Strecke bis 2014 ausgebaut werden. Inzwischen steht aber fest, dass die Bahn das bis dahin nicht schafft. Der Abschnitt zwischen Radebeul-Ost und Dresden-Neustadt soll erst 2016 fertig sein.

GÜTERVERKEHR NACH OSTEN

:

Für den Güterverkehr gilt die Strecke über Horka nach Polen als Schlüsselverbindung. Hier wünscht sich auch die Bahn einen Ausbau, bislang will der Bund das aber nicht finanzieren. Eine Aufnahme in die Verkehrswegeplanung steht bisher aus. Die Grünen im Landtag von Sachsen planen am 27. September eine Anhörung im zuständigen Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

dpa

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