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Dresden will zur Finanzierung des Umbaus des Kulturpalastes kommunale Stiftungen anzapfen

Dresden will zur Finanzierung des Umbaus des Kulturpalastes kommunale Stiftungen anzapfen

Dresden. Der Umbau des Dresdner Kulturpalastes soll trotz gestrichener Fördermittel noch dieses Jahr beginnen. Für die fehlenden 35 Millionen Euro könne unter anderem das Stiftungskapital der städtischen Kreuzchor- und der Sozialstiftung von zusammen 27,2 Millionen Euro verwendet werden, sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) am Mittwoch.

Die Stadt würde dafür Zinsen zahlen, so dass die Stiftungen mit diesen Erträgen weiter arbeiten könnten. Weitere 4,6 Millionen Euro sollen von den Stadtwerken und 2,6 Millionen aus einer Investitionspauschale des Landes kommen. Der Palast soll bis 2015 unter anderem einen neuen Konzertsaal erhalten, der von der Dresdner Philharmonie als Heimspielstätte genutzt wird.

Der Palast war 1969 eröffnet worden, nun sind der Brandschutz veraltet, Technik verschlissen, der große Saal bei Klassikkonzerten akustisch ungünstig. Am Kulturpalast könne nun gebaut werden, ohne dass an dem anderen großen Kulturprojekt der Stadt - der Umwandlung eines ehemaligen Kraftwerkes in eine Spielstätte für Staatsoperette und das Theater Junge Generation - oder an Investitionen für Kitas und Schulen gestrichen werden müsse, sagte Orosz. „Das ist eine gute Nachricht." Die jetzt geschlossenen Finanzierungslücke war entstanden, nachdem Ende vergangenen Jahres die Zusage von rund 35 Millionen Euro Fördermitteln von EU und Land zurückgenommen worden war.

Kreuzkantor Roderich Kreile äußerte sich in einer ersten Reaktion zur jetzt geplanten Verwendung des Stiftungskapitals der Kreuzchorstiftung „entsetzt". Es sei geplant gewesen, damit das Alumnat des Kreuzchores zu sanieren. Das sehe er nun in weite Ferne gerückt. Im Internat wohnen 90 der derzeit 147 Kruzianer.

dpa

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