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Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll zum 13. Februar: „Wir werden für Nazis nicht kämpfen“

Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll zum 13. Februar: „Wir werden für Nazis nicht kämpfen“

Dresdens Polizeibeamte hoffen in diesem Jahr auf einen ebenso friedlichen 13. Februar wie 2012. Wie Polizeipräsident Dieter Kroll am Dienstag bekannt gab, sei die Vorbereitung des Tages in vollem Gange.

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Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Die Mobilisierung sei in allen Lagern abnehmend, zudem hoffe er darauf, dass das „Feindbild Polizist“ inzwischen weggebrochen ist.

Er rechnet am 13. Februar mit rund 10.000 Teilnehmern bei der Menschenkette, rund 2500 Teilnehmern am Mahngang „Täterspuren“, zu dem das Bündnis Dresden-Nazifrei aufruft, 500 weiteren Gegendemonstranten und etwa 800 bis 1200 Nazis. Das seien allerdings nur Schätzungen, betonte Kroll. Von den früheren Jahren, an denen 6000 Nazis und mehr durch Dresden zogen, sei man glücklicherweise aber weit entfernt.

Kroll sagte, die Polizei werde „uneingeschränkt versammlungsfreundlich“ agieren. Damit erteilte er möglichen Blockierern eine scharfe Warnung. „Blockaden sind strafbar“, so Kroll. Wer daran teilnehme, verletze Gesetze. Allerdings sagte Kroll auch, zweiter Grundsatz sei, dass der Schutz einer rechtsextremen Demo keine unbegrenzte staatliche Verpflichtung sei. Das heißt: Wir werden für Nazis nicht kämpfen“, betonte Kroll.

Vorbild sei der 13. Februar 2012. Damals hätte die von den Nazis angemeldete Demo über den Sternplatz führen sollen. Der aber war zuvor von Tausenden Gegendemonstranten besetzt worden. Kroll entschied sich gegen eine Räumung, der Zug der Nazis wurde umgeleitet und abgekürzt. „3000 Leute können sie nicht wegtragen“, sagte der Polizeichef. Es gelte dann, einen machbaren Mittelweg zu finden.

Im Einsatz sein werden am 13. Februar rund 3000 Beamte. Zu sieben eigenen Hundertschaften kommen 22 weitere aus dem ganzen Bundesgebiet. Das seien zwar ein viertel aller bundesweit verfügbaren Hundertschaften, trotzdem aber weniger als in den Vorjahren. Kroll betonte, dass die Polizei auf Deeskalation setzen wird und dafür auch speziell geschulte Kommunikationsbeamte aus Berlin und Niedersachsen in Dresden im Einsatz sind. Gebe es aber Attacken, ob auf Dritte oder auf die Polizei, dann würden die Beamten eingreifen. „Blauäugig gehen wir nicht in den Einsatz“, sagte Kroll.

Stephan Lohse

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