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Dresdner Elberadweg wieder freigegeben - Investorin ließ falschen Abschnitt wegbaggern

Dresdner Elberadweg wieder freigegeben - Investorin ließ falschen Abschnitt wegbaggern

Der Abschnitt des Elberadwegs, den die umstrittene Immobilien-Investorin Regine Töberich am Donnerstag wegbaggern ließ, ist seit Samstagnachmittag wieder freigegeben.

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Der Elberadweg wird repariert - eine Investorin ließ das Teilstück wegbaggern.

Quelle: Julia Vollmer

Dresden. Zuvor hatte die Dresdner Stadtverwaltung den Abschnitt reparieren lassen. Seit dem Morgen waren die Arbeiter mit ihren Maschinen am Werk, um neuen Asphalt aufzubringen.

Viele Stadträte wohnten dem Ereignis bei. "Ich kann nur begrüßen, dass der Elberadweg so schnell wieder befahrbar ist. So ein Verhalten wie von Frau Töberich kann nicht geduldet werden", so Grünen-Stadtrat Torsten Schulze. Auch Linken-Landtagsabgeordnete und Stadträtin Annekatrin Klepsch kann kein Verständnis für die Architektin aufbringen. "Frau Töberich wollte eskalieren und in die Medien kommen. Der Zeitpunkt während der Stadtratssitzung am Donnerstag war klar bewusst gewählt".

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Dresden. Der Abschnitt des  Elberadweg, den Regine Töberich am Donnerstag wegbaggern ließ, ist seit  Samstagnachmittag wieder freigegeben. Zuvor hatte die Stadtverwaltung den Abschnitt reparieren lassen. Seit dem Morgen waren die Arbeiter mit ihren Maschinen am Werk, um neuen Asphalt aufzubringen.

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Vorher nahm der Streit um den Pieschener Elberadweg immer skurrilere Züge an. Wie das Ordnungsamt bestätigte, hat Regine Töberich am Donnerstag das falsche Stück wegbaggern lassen. Statt auf ihrem Grund und Boden ließ sie den Asphalt auf städtischem Eigentum zerstören. "Für diesen Fehler entschuldige ich mich in aller Form und übernehme die volle Verantwortung", teilte sie via Facebook mit. Der Fehler sei beim Übertragen der Grundstücksgrenzen auf die gedruckte Karte entstanden. "Selbstverständlich lasse ich den Elbradweg an dieser Stelle von einer Fachfirma unverzüglich wieder in einen einwandfreien und ordentlichen Zustand versetzen oder übernehme, je nachdem für welche Variante die Stadt sich entscheidet, die Wiederherstellungskosten", so die Architektin.

Unterdessen hatte am Samstagmorgen die Reparatur des zerstörten Abschnitts begonnen. Die Kosten von geschätzt 15.000 Euro muss Töberich tragen. Solange muss erstmal die Stadtverwaltung die Kosten tragen, so Lübs. Die Stadtverwaltung hatte zudem am Freitag angekündigt, Strafantrag wegen Sachbeschädigung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr zu stellen.

 "Frau Töberich hat sich ganz klar in der Karte verguckt, ihr Grundstück beginnt erst einige Meter weiter stadtauswärts", so der Leiter des Dresdner Ordnungsamtes Ralf Lübs. Er habe die Männer von der Baufirma extra aus ihrem freien Samstag holen müssen, um die Arbeiten ausführen zu können.

Linken-Stadträtin Jaqueline Muth war vor Ort, um sich ein Bild von den Arbeiten zu machen. "Ich bin erstaunt, aber auch glücklich, dass der Radweg so schnell wieder aufgebaut wird". Vorteile für den Freiraum Elbtal, den Muth lange als Sprecherin vertrat, gibt es dadurch aber nicht. "Das Gelände des Freiraum ist völlig zerstört, das kann nicht wieder bezogen werden".

Die Vorfälle rund um den Elberadweg am Donnerstag haben nun auch ein Nachspiel für den Grünen-Ortsbeirat Michael Ton. Wie der Vorsitzende des Ausländerbeirates Victor Vincze auf Anfrage von DNN-Online bestätigte, hat Michael Ton seinen Rücktritt als Beirat im Ausländerbeirat erklärt. "Er ist fachlich einer der Besten, aber Gewalt können wir nicht tolerieren", so Vincze. Der Ortsbeirat hatte Regine Töberich am Donnerstag eine Ohrfeige verpasst.

Indes regt die Baggeraktion von Regine Töberich auch zu weiteren Ideen an. Die Jusos Dresden haben am Freitagabend bei ihrer Party "Happy Victory Day" einige "Trümmerteile" des Elberadweges zu Gunsten des Bündnisses Dresden Nazifrei versteigert. Dabei sind nach Angaben von Dresden Nazifrei rund 130 Euro zusammen gekommen.

Julia Vollmer/ sl

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