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EHEC-Darmkeim: Sachsen verstärkt Gemüsekontrollen - Fahndung nach Erreger

EHEC-Darmkeim: Sachsen verstärkt Gemüsekontrollen - Fahndung nach Erreger

Dresden. Die Behörden in Sachsen haben wegen des Darmkeims EHEC ihre Gemüsekontrollen ausgeweitet. „Besonders im Großhandel werden verstärkt Gurken, Tomaten und anderes Gemüse kontrolliert“, sagte Ralph Schreiber vom Verbraucherschutzministerium am Freitag.

Experten hatten zuvor Gurken aus Spanien als eine Infektionsquelle für den lebensbedrohlichen EHEC-Erreger identifiziert. „Das ist eine reine Vorsorgemaßnahme, um die Lieferkette nachzuvollziehen“, sagte Schreiber. Dadurch solle ermittelt werden, ob Gemüse mit dem Erreger auch nach Sachsen geliefert worden sei. Bislang gebe es darauf aber keine Hinweise.

Derweil fahnden fahnden die Behörden Deutschlands und Spaniens fieberhaft nach der Ursache für den Fund von EHEC-Keimen an spanischen Gurken. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) wollte darüber noch am Freitag mit ihrer spanischen Amtskollegin sprechen, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin.

Mit den spanischen Behörden sei man sich einig, dass die genaue Ursache schnellstmöglichst aufgeklärt werden müsse. Über die Ursache und den Ort der Kontamination - „in Spanien, auf dem Transportweg oder in Deutschland“ - könne bislang nur spekuliert werden. Ein Sprecher von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sagte: „Es muss davon ausgegangen werden, dass die Infektionsquelle noch aktiv sein könnte.“

Der Sprecher von Aigner betonte: „Klar ist: Belastete Produkte müssen unverzüglich vom Markt genommen werden.“ Bereits am Wochenende habe das Agrarministerium einen Krisenstab eingerichtet. Man stimme sich eng mit den Ländern und den anderen EU-Staaten ab. Die Lebensmittelkontrollbehörden der Länder fahndeten ebenfalls in enger Abstimmung nach der EHEC-Quelle.

Das Robert Koch-Institut hatte davor gewarnt, Salat, Gurken und Tomaten insbesondere in Norddeutschland roh zu essen. „Zum Schutz der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher war es richtig, dass die deutschen Fachbehörden (...) frühzeitig Verzehrhinweise herausgegeben haben“, sagte der Aigner-Sprecher. Diese hätten auch weiterhin Bestand. „Der Schutz der Verbraucher vor Gefahren muss immer Vorrang haben vor wirtschaftlichen Interessen.“

dpa

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