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EHEC-Erreger erreicht Dresden - Bakterium bei Patient in Uniklinik nachgewiesen

EHEC-Erreger erreicht Dresden - Bakterium bei Patient in Uniklinik nachgewiesen

Dresden. Der Darmkeim EHEC ist in Sachsen angekommen. Wie ein Sprecher am Donnerstag bestätigte, ist bei einem Patienten am Universitätsklinikum das Bakterium nachgewiesen worden.

„Es ist aber noch nicht klar, ob es sich dabei um den gefährlichen EHEC-Erreger handelt“, sagte Uniklinik-Sprecher Holger Ostermeyer den DNN. Ein Ergebnis werde frühestens am Freitag erwartet.

Der Patient wurde Ostermeyer zufolge am Mittwoch von einer Klinik außerhalb Dresdens in die Uniklinik verlegt. Zu Details wollte sich der Sprecher nicht äußern. „Die Durchfallerkrankung ist nicht ungewöhnlich. Die Universitätsklinik als Maximalversorger kennt diese Infektion.“

Im Freistaat wurden bis Donnerstagmittag vier Verdachtsfälle gemeldet. „Nach derzeitigem Stand ist das nicht mit dem in Norddeutschland kursierenden Erreger in Verbindung zu bringen“, sagte Ralph Schreiber, der Sprecher des sächsischen Gesundheitsministeriums. Die Fälle seien dem „normalen Geschehen“ zuzuordnen. Durchschnittlich gebe es in Sachsen etwa 70 EHEC-Fälle pro Jahr. Vier Erkrankungen in einer Woche seien auch in der Vergangenheit bereits vorgekommen und noch nicht auffällig.

Unterdessen ist nun die Herkunft des Bakteriums geklärt: Das Hamburger Hygiene-Institut entdeckte den Darmkeim auf drei Salatgurken aus Spanien.

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der EHEC-Erkrankungen derweil auf fünf gestiegen. Drei Deutsche starben bislang nachweislich an den Folgen der Infektion: eine 83-Jährige in Niedersachsen, eine 89-Jährige in Schleswig-Holstein sowie eine 24-Jährige in Bremen. Mehr als 700 Verdachts- und bestätigte EHEC-Fälle wurden bundesweit gemeldet.

Deutschland erlebt laut Robert-Koch-Institut derzeit den stärksten je registrierten EHEC-Ausbruch. Derzeit gebe es so viele Erkrankte pro Woche wie sonst in einem Jahr. Das Bakterium sei hochinfektiös, schon zehn bis 100 Keime genügten für eine Ansteckung. Erste Infektionen mit dem Darmbakterium Escherichia coli wurden am Sonntag gemeldet. Ernst zu nehmen sind die Erkrankungen derzeit, weil der Anteil schwerer Krankheitsverläufe ungewöhnlich hoch ist. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist durch den Kontakt mit infizierten Fäkalien möglich. Um das Risiko einer Infektion zu senken, sollten grundlegende Hygieneregeln beachtet werden. Ein Informationsblatt ist unter zu finden.

kt/dpa

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