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Ein Fall für "Dr. ted.": Uniklinikum Dresden wird für drei Tage zum Teddykrankenhaus

Ein Fall für "Dr. ted.": Uniklinikum Dresden wird für drei Tage zum Teddykrankenhaus

Plüsch-Hai „Keule" muss dringend zum Arzt. „Husten, Schnupfen, Krebs, Flosse gebrochen und der Zahn tut weh", erzählt der kleine Mika. Katkas Teddy hat es auch schlimm erwischt.

Dresden. „Kopf gebrochen, das rechte Bein gebrochen. Er hat einen Unfall gehabt, ist über die Straße gelaufen, wo nicht frei war", erzählt das kleine Mädchen. Tims „Schildkrötenkrokodil", das auf den Namen Joschi hört, hat eine riesige Wunde am Bein. Und der sechsjährige Alec ist sich sicher, dass sich sein Teddy die Wirbelsäule gebrochen hat. Großeinsatz für „Dr. ted."

Rund 80 Medizin-Studenten haben für drei Tage im Dresdner Uniklinikum ein Teddykrankenhaus eröffnet, um die Plüschtiere und Püppchen von rund 1000 Dresdner Kindern zu verarzten. Sprechstunden - und wenn nötig auch Operationen - finden in der Frauen- und Kinderklinik statt. Sinn des Ganzen: „Wir wollen den Kindern die Angst vorm Arzt und vorm Krankenhaus nehmen", erklärt „Dr. ted." Johannes Loll, Medizinstudent im 10. Semester. Er macht seit drei Jahren bei dem Projekt Teddykrankenhaus mit, das seit nunmehr acht Jahren gibt.

 „Die Aktion findet immer im April statt. Manchmal noch zur Langen Nacht der Wissenschaften. Diesmal am 1. Juli im Foyer des Medizinisch-Technischen Zentrums", ergänzt „Dr. ted." Philipp Nitschke, der im 6. Semester Medizin studiert. Alle Studenten, die als „Dr. ted." beim Teddykrankenhaus mitmachen, bekommen vorher Tipps von gestandenen Ärzten. Denn die Untersuchung der Kuscheltiere und Lieblingspüppchen soll so authentisch wie möglich ablaufen. So wissen die Kinder dann schon, was sie erwartet, wenn sie selbst mal krank werden.

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Dresden. Noch bis einschließlich 7. April ist von 8 bis 12.30 Uhr im Kinder- und Frauenzentrum (Haus 21) des Dresdner Universitätsklinikums ein Teddykrankenhaus eingerichtet. Die von Medizin-Studenten organisierte Aktion soll Kindern die Angst vorm Arzt und vorm Krankenhaus nehmen. Die Organisatoren rechnen mit über 1000 Kindern, die ihre Lieblingskuscheltiere fachgerecht verarzten lassen.

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„Keule", „Joschi" und wie die Patienten im Teddykrankenhaus alle heißen, werden abgehorcht, gewogen, vermessen, abgetastet, geröntgt. Ganz schlimme Fälle müssen in den OP. Da bekommen die Kinder Mütze, Kittel und Mundschutz und dürfen bei der Behandlung assistieren. Zum Schluss gibt‘s noch ein Rezept mit auf den Heimweg. - Für Äpfel, Tee, Vollkornbrot, zuckerfreien Kaugummi und Zahnpasta aus der Teddyapotheke - oder auch auch Physiotherapie: „Intensiv kuscheln".

Das Teddykrankenhaus hat noch einmal am 7. April von 8 bis 12.30 Uhr im Universitäts Kinder-Frauenzentrum (Haus 21) geöffnet.

Catrin Steinbach

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