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Ende des Personalabbaus an Sachsens Hochschulen besiegelt

Rund 800 Stellen bleiben erhalten Ende des Personalabbaus an Sachsens Hochschulen besiegelt

Nach über zwei Jahrzehnten mit unzähligen Strukturanpassungen können Sachsens staatliche Hochschulen aufatmen. Der Personalabbau hat ein Ende - gemäß Koalitionsvertrag.

Universität Leipzig

Quelle: dpa

Dresden. Die Zeiten des Personalabbaus an den staatlichen Hochschulen in Sachsen sind vorbei. Den 14 Einrichtungen stehen bis Ende 2024 jährlich gut 9000 unbefristete Stellen zur Verfügung. Sie erhalten nach Angaben des Wissenschaftsministeriums vom Dienstag rund 600 Millionen Euro an Personalkosten sowie rund 70 Millionen Euro für Sachkosten und Investitionen. Der Hochschulentwicklungsplan 2025 und die Zuschussvereinbarung mit den Einrichtungen wurden jetzt vom Kabinett gebilligt. Damit sind auch die beschlossene Reduzierung von 754 Stellen vom Tisch, wie im Koalitionsvertrag von CDU und SPD vereinbart, und das Ende des Stellenabbaus besiegelt.

Die Hochschulen hätten Planungssicherheit und seien nach unzähligen Strukturanpassungen erstmals seit 1990 nicht weiter von Personalabbau bedroht, erklärte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Sie sprach von einem Paradigmenwechsel, mit dem die hohe Qualität von Forschung und Lehre sowie ein gutes Betreuungsverhältnis gesichert würden. Der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Holger Mann, sieht eine „Zeitenwende“. Der Schwerpunkt liege auf der Sicherung der Daseinsvorsorge, vor allem bei Fachkräften wie Lehrern, Medizinern, Juristen oder im Bereich der Pflege.

„Mit dem Hochschulentwicklungsplan werden die Säulen Lehre, Forschung und Technologietransfer gestärkt und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vorgenommen“, lobte Aline Fiedler von der CDU-Fraktion im Landtag. Der ab 2017 geltende Hochschulentwicklungsplan sieht unter anderem vor, dass pro Jahr mindestens 2000 neue Studienplätze für Lehrer zur Verfügung stehen. Zudem wird die Ausbildung von Volljuristen an der Universität Leipzig konzentriert und ausgebaut - mit künftig bis zu 750 Studienanfängern jährlich. Auch die Pharmazieausbildung soll dort mit 540 Studienanfängern für Human- und 120 für Zahnmedizin pro Jahr gesichert werden - in einem bundesweit einmaligen Modellstudiengang.

LVZ

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