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Energiekonferenz in Dresden: Tschechien bleibt bei Atomkraft

Energiekonferenz in Dresden: Tschechien bleibt bei Atomkraft

Tschechien baut auch künftig auf Atomkraft. Es gebe keinen Grund, diese Entscheidung zu revidieren, sagte der tschechische Regierungschef Petr Necas am Freitag am Rande der 1. sächsisch-tschechischen Energiekonferenz in Dresden.

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Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU, r.) und der tschechische Ministerpräsident Petr Necas nach der Unterzeichnung eines Energie-Abkommens am 07.10.2011 in Dresden

Quelle: dpa

Dresden. Der Ausstieg Deutschlands aus der Kernkraft habe im Nachbarland keine entsprechende Diskussion ausgelöst. „Sämtliche Parlamentsparteien unterstützen die Fortsetzung des Kernenergieprogrammes.“ Auch in der Öffentlichkeit sei das Thema nicht strittig. Necas verwies auch auf die Versorgungssicherheit. Tschechien beziehe Gas und Öl aus „instabilen Territorien“.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hatte in seiner Ansprache zuvor an gemeinsame Erfahrungen erinnert. „Beide Länder kennen die Folgen einer Energiepolitik, die Raubbau an der Natur, an unserer Umwelt betreibt.“ Auf tschechischem und sächsischem Gebiet sei die Kohleverstromung bis 1990 einhergegangen mit „irreparabler Landschaftszerstörung, immenser Umweltverschmutzung und ineffizienter Energieversorgung“. Tillich und Necas sprachen sich für eine stärkere Kooperation vor allem bei der einheimischen Braunkohle aus. Dabei soll es auch um ihre die stoffliche Nutzung für die Chemieindustrie gehen. Laut Tillich ist die „Ingenieurkunst“ da noch nicht am Ende.

Beide Politiker halten bis auf weiteres nur einen Energiemix für realistisch. „Selbst wenn wir die optimistischsten Annahmen bei der Erschließung erneuerbarer Energien zugrunde legen: Wir werden sehr wahrscheinlich auch in 40 Jahren noch auf Energie aus Kohle, Gas und Erdöl angewiesen sein“, betonte Tillich. Unternehmer, die im europäischen und weltweiten Wettbewerb stehen, dürften durch steigende Energiepreise nicht noch stärker belastet werden. „Sichere und bezahlbare Energieversorgung hat viel von einem Tausendfüßler: Selbst wenn ihm ein Bein wegknickt, kann er weiterlaufen.“

Necas kündigte Investitionen in das tschechische Übertragungsnetz an. In den kommenden acht Jahren werde sein Land mehr als zwei Milliarden Euro dafür ausgeben, um Stoßleistungen abzufangen und die Netze vor einem Blackout zu bewahren. Tillich zufolge sind gerade im grenzüberschreitenden Bereich Maßnahmen notwendig, um die Netze zu ertüchtigen und zu verstärken.

dpa

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