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Entsetzen und Trauer in Sachsen nach Terror von Paris

Anschläge Entsetzen und Trauer in Sachsen nach Terror von Paris

Die verheerenden Terroranschläge in Paris haben auch die Menschen in Sachsen erschüttert. Viele Veranstaltungen begannen am Samstag mit Schweigeminuten, Politiker aller Parteien und die Kirchen verurteilten die Angriffe.

Überall in Deutschland trauerten die Menschen am Samstag um die Opfer der Anschläge von Paris. Vor der französischen Botschaft in Berlin wurden zahlreiche Blumen niedergelegt.

Quelle: dpa

Dresden. Die verheerenden Terroranschläge in Paris haben auch die Menschen in Sachsen erschüttert. Viele Veranstaltungen begannen am Samstag mit Schweigeminuten, Politiker aller Parteien und die Kirchen verurteilten die Angriffe. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sprach von einem „feigen Anschlag auf unsere Demokratie“, der Europa „mitten ins Herz“ getroffen habe.

Auch der stellvertretende Regierungschef Martin Dulig (SPD), Innenminister Markus Ulbig (CDU) und die Opposition zeigten sich entsetzt. Vor dem Landtag und anderen öffentlichen Gebäuden wehten die Fahnen als Zeichen der Trauer auf halbmast.

Der evangelische Landesbischof Carsten Rentzing warnte bei der Synode in Dresden davor, für die Verbrechen islamistischer Terroristen eine ganze Religion haftbar zu machen. Tillich mahnte als amtierender Bundesratspräsident: „Es ist wichtig, dass alle demokratischen Kräfte zusammenstehen.“

Die Beamten der Bundespolizei auf den Bahnhöfen und den beiden Flughäfen wurden stärker ausgerüstet. Sie seien für die Situation sensibilisiert, sagte ein Sprecher. Hinweise auf Anschläge in Sachsen gebe es nicht.

Nach den Worten von Regierungsvize Dulig gilt es, die pluralistische Gesellschaft zu verteidigen - mit Solidarität und Mitmenschlichkeit. „Wir lassen uns nicht einschüchtern“, sagte er. Die menschenverachtenden Taten von Paris dürften nicht Wasser auf die Mühlen derer sein, die Angst in der Gesellschaft schüren und sie weiter spalten wollten.

„Religionsausübung gehört zur Würde des Menschen“, sagte Bischof Rentzing bei der Herbsttagung der Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. „Wir werden uns nicht von Verbrechen und Verbrechern davon abbringen lassen, an der Friedfertigkeit festzuhalten.“

Das Kirchenparlament gedachte der Opfer, ihrer Angehörigen und der Helfer mit einer Schweigeminute in Dresden - ebenso wie die Bundesversammlung der Mittelstandsvereinigung der Union (MIT) und der CDU-Landesparteitag. Dort forderten Tillich und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) schärfere Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland.

Neben der Sicherung der EU-Außengrenzen müsse auch über durchgehende Kontrollen an den deutschen Grenzen nachgedacht werden, sagte Seehofer. „Wir müssen wissen, wer bei uns ist und wer durch unser Land fährt.“ Tillich sprach sich ebenfalls für Kontrollen aus. „Eine faktisch längere unkontrollierte Einreise darf es nicht länger geben.“

Auch Innenminister Ulbig verlangte eine Stärkung von Bundes- und Landespolizei sowie des Verfassungsschutzes. Es gehe um Personal und Ausrüstung in allen Bereichen. „Die Anschläge von Paris zeigen einmal mehr, wie allgegenwärtig die Terrorgefahr in Europa ist“, sagte Ulbig. Er forderte alle Länder Europas auf, zusammenzustehen und dem Terrorismus den Kampf anzusagen.

Auch die Opposition im Landtag mahnte, Freiheit und Demokratie entschlossen gegen den Terror zu verteidigen. Er ziele auf das friedliche Zusammenleben in offenen, freien Gesellschaften, sagte Grünen-Fraktionschef Volkmar Zschocke.

Rico Gebhardt von den Linken rief dazu auf, Solidarität mit den Menschen zu zeigen, die vor dem Terror geflüchtet seien, statt Ängste gegen sie zu instrumentalisieren. „Wir müssen jeglicher Intoleranz immer und überall entgegentreten.“ Auch CDU-Fraktionschef Frank Kupfer mahnte, Terroristen und religiösen Fundamentalisten die Stirn zu bieten.

LVZ

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