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Ermittler im Fall Felix hoffen auf DNA-Proben

Ermittler im Fall Felix hoffen auf DNA-Proben

Bei der Suche nach einem Ende 1984 in Dresden entführten Säugling warten die sächsischen Ermittler derzeit auf genetisches Material aus Russland. „Die Behörden dort wurden um Ermittlung des Aufenthalts und freiwillige DNA-Proben zweier Männer ersucht“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Christian Avenarius, am Mittwoch auf Anfrage.

Dresden. Bei einem von ihnen könnte es sich im günstigsten Fall um den mittlerweile 25-jährigen Felix handeln. Mit einer Antwort rechnet Avenarius 2010. Die Ermittler gehen davon aus, dass Angehörige der sowjetischen Streitkräfte in der DDR ihr krankes Kind gegen den gesunden Felix ausgetauscht hatten.

Der fünf Monate alte Felix war am 28. Dezember 1984 aus seinem Kinderwagen verschwunden, während seine Eltern im Centrum-Warenhaus einkauften. Am 6. Januar 1985 dann wurde ein etwas älterer Junge mit Verletzungen in Dresden entdeckt, die nicht in einem deutschen Krankenhaus behandelt worden waren. An dessen Schnuller sei die Blutgruppe beider Kinder gefunden worden, sagte Avenarius. Das Baby hatte zudem nur auf die russische Sprache reagiert. Die Ermittlungen zu DDR-Zeiten wurden jedoch durch eine Sonderkommission gestoppt, als alle Spuren in eine Kaserne der Sowjetarmee führten.

Die Eltern von Felix stellten 2001 dann eine Vermisstenanzeige, die Staatsanwaltschaft wurde tätig. Die Ermittler glauben, dass Felix bei den Eltern des in Dresden ausgesetzten Babys aufgewachsen ist. Mit Hilfe von Akten aller Jungen, die 1983/84 im Raum Dresden geboren und behandelt wurden, hoffen sie, die Eltern des in Sachsen lebenden Findelkindes identifizieren zu können. Die Militärstaatsanwaltschaft in Russland hatte Krankenakten zu fünf Jungen übermittelt, drei davon kamen aber vom Verletzungsbild her nicht in Frage, sagte Avenarius. Mittels eines Gentests in Russland suchen sie zudem direkt nach Felix. Bisher sei DNA-Material von mehr als einem Dutzend Männer überprüft. „Es gab noch keinen Treffer.“

dpa

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