Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ermittler im Fall Felix hoffen auf DNA-Proben

Ermittler im Fall Felix hoffen auf DNA-Proben

Bei der Suche nach einem Ende 1984 in Dresden entführten Säugling warten die sächsischen Ermittler derzeit auf genetisches Material aus Russland. „Die Behörden dort wurden um Ermittlung des Aufenthalts und freiwillige DNA-Proben zweier Männer ersucht“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Christian Avenarius, am Mittwoch auf Anfrage.

Dresden. Bei einem von ihnen könnte es sich im günstigsten Fall um den mittlerweile 25-jährigen Felix handeln. Mit einer Antwort rechnet Avenarius 2010. Die Ermittler gehen davon aus, dass Angehörige der sowjetischen Streitkräfte in der DDR ihr krankes Kind gegen den gesunden Felix ausgetauscht hatten.

Der fünf Monate alte Felix war am 28. Dezember 1984 aus seinem Kinderwagen verschwunden, während seine Eltern im Centrum-Warenhaus einkauften. Am 6. Januar 1985 dann wurde ein etwas älterer Junge mit Verletzungen in Dresden entdeckt, die nicht in einem deutschen Krankenhaus behandelt worden waren. An dessen Schnuller sei die Blutgruppe beider Kinder gefunden worden, sagte Avenarius. Das Baby hatte zudem nur auf die russische Sprache reagiert. Die Ermittlungen zu DDR-Zeiten wurden jedoch durch eine Sonderkommission gestoppt, als alle Spuren in eine Kaserne der Sowjetarmee führten.

Die Eltern von Felix stellten 2001 dann eine Vermisstenanzeige, die Staatsanwaltschaft wurde tätig. Die Ermittler glauben, dass Felix bei den Eltern des in Dresden ausgesetzten Babys aufgewachsen ist. Mit Hilfe von Akten aller Jungen, die 1983/84 im Raum Dresden geboren und behandelt wurden, hoffen sie, die Eltern des in Sachsen lebenden Findelkindes identifizieren zu können. Die Militärstaatsanwaltschaft in Russland hatte Krankenakten zu fünf Jungen übermittelt, drei davon kamen aber vom Verletzungsbild her nicht in Frage, sagte Avenarius. Mittels eines Gentests in Russland suchen sie zudem direkt nach Felix. Bisher sei DNA-Material von mehr als einem Dutzend Männer überprüft. „Es gab noch keinen Treffer.“

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr