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Erneut Erde am Unglückssee in Nachterstedt abgerutscht

Erneut Erde am Unglückssee in Nachterstedt abgerutscht

Erstmals seit dem verheerenden Unglück im Sommer 2009 ist am Concordia-See in Nachterstedt wieder Erde abgerutscht. An der steilen Kante, die damals entstanden war, hätten sich rund 40 Kubikmeter Erde gelöst und seien die Böschung hinuntergerutscht, teilte die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- Verwaltungsgesellschaft (LBMV) am Donnerstag in Senftenberg mit.

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Am 18. Juli 2009 waren zwei Häuser in den Concordia-Bergbausee gestürzt. Drei Menschen starben, 41 mussten ihre Häuser für immer verlassen.

Quelle: dpa

Nachterstedt/Senftenberg. Der Erdrutsch ereignete sich bereits am 9. Februar.

Laut LMBV und Landesbergamt hatte es ein solches Ereignis seit dem Erdrutsch mit drei Toten noch nicht gegeben. Beide Seiten wiesen aber darauf hin, dass es sich um eine ganz andere Größenordnung handele: Am 18. Juli 2009 hatten sich mehr als zwei Millionen Kubikmeter Erde in Bewegung gesetzt und ein Haus komplett und ein anderes zur Hälfte mit in den Abgrund gerissen.

„In dieser Größenordnung hat es das noch nicht gegeben. Das ist ein Ereignis, das wir schon lange erwartet hatten“, sagte der Sprecher des Landesamts für Geologie und Bergwesen in Halle, Bodo- Carlo Ehling, der dpa. Das Gelände an der Abbruchkante war direkt nach dem Unglück evakuiert worden, weil weitere Erdrutsche befürchtet worden waren und einige Gebäude als einsturzgefährdet galten. 41 Menschen mussten ihre Häuser für immer verlassen. Ehling wies darauf hin, dass die LMBV das Landesbergamt sofort nach dem Ereignis am 9. Februar informiert habe. Die Öffentlichkeit informierte die LMBV erst am Donnerstag.

Den sogenannten Böschungsabbruch vor zehn Tagen führten LMBV und Landesbergamt auf die Minusgrade zurück. Wegen des Frosts sei es zu Spannungsveränderungen im Boden gekommen, die den kleinen Erdrutsch auslösten. Wegen der steilen Kante mit einem Winkel von 45 Grad seien weitere Abbrüche zu erwarten. Das Gebiet rund um die Unglückssiedlung bleibe deshalb gesperrt, das Sperrgebiet muss laut LMBV aber nicht erweitert werden.

dpa

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