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Erneut Flammen in der Innenstadt von Apolda - schwangere Frau im Krankenhaus

Erneut Flammen in der Innenstadt von Apolda - schwangere Frau im Krankenhaus

In der Innenstadt von Apolda hat die Feuerwehr rund 15 Monate nach einem verheerenden Großbrand erneut mit Flammen gekämpft. Am Freitag ereigneten sich im Zentrum der Kreisstadt des Weimarer Landes zeitgleich zwei Brände.

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16 Menschen, darunter mehrere Kinder, wurden aus dem brennenden Gebäude in der Apoldaer Innenstadt geholt.

Quelle: dpa

Apolda. In der Fußgängerzone wurde ein Wohn- und Geschäftshaus erheblich beschädigt. Die Flammen zerstörten die Dachstühle von Vorder- und Hinterhaus, teilte die Feuerwehr mit. Die Feuerwehr konnte mit einem Großaufgebot verhindern, dass der Brand auf die Nachbarhäuser überspringt. 16 Menschen, darunter mehrere Kinder, wurden aus dem brennenden Haus geholt. Eine schwangere Frau kam vorsorglich ins Krankenhaus, konnte aber nach kurzer Behandlung wieder entlassen werden.

Fast zeitgleich brach in einem Wohnhaus in der Nähe ein Kellerbrand aus. Neun Bewohner wurden dort in Sicherheit gebracht. Verletzte gab es nicht. 143 Feuerwehrleute waren bei beiden Bränden im Einsatz. Die Brandorte liegen unweit der Stelle, an der im Februar 2010 bei einem Großbrand sechs Wohn- und Geschäftshäuser zerstört oder beschädigt wurden.

Etwa gegen 3.30 Uhr schrillten am Freitag nun erneut die Sirenen. Eine Zeitungszustellerin hatte die Feuerwehr alarmiert, die kurz darauf vor Ort war. Der Dachstuhl des Wohn- und Geschäftshauses stand in Flammen, das Feuer drohte auf die Nachbarhäuser überzugreifen. Zugleich ging eine zweite Brandmeldung ein. Für Einsatzleiter Ingo Knobbe war sofort klar: „Das können wir nicht allein bewältigen.“ 15 weitere Feuerwehren unter anderem aus Jena und Weimar eilten nach Apolda. Drei Drehleitern wurden ausgefahren. Mit ihnen retteten die Einsatzkräfte den Großteil der Bewohner.

Die Geretteten standen im Morgengrauen in der Fußgängerzone und beobachten besorgt, wie die Feuerwehrleute die Flammen bekämpften. Eine junge Frau in Jogginganzug und Badeschlappen zog nervös an einer Zigarette und erzählte, wie sie und ihre beiden kleinen Kinder von der Feuerwehr aus ihrer Wohnung im obersten Geschoss herausgeholt wurden. „Die Kinder waren barfuß, es musste ja alles schnell gehen.“

Der Inhaber eines Optikergeschäfts auf der anderen Straßenseite schüttelte den Kopf: „Gerade hat doch die Polizei gesagt, sie habe eine Spur zu den Brandstiftern vom Großbrand. Und jetzt das.“ Auch Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (Freie Wähler) zeigte sich fassungslos. „Zum Glück sind alle gerettet, das ist das Wichtigste.“ Die Stadt will die vom Brand betroffenen Bewohner zunächst im Obdachlosenheim unterbringen.

Das in Brand geratene Haus beherbergt eine Apotheke und mehrere Wohnungen. Das Feuer brach den Angaben zufolge vermutlich im Innenhof auf der Rückseite aus. Dort brannte auch ein für die Feuerwehrleute schwer zugänglicher Anbau lichterloh. Die Höhe des Schadens durch Flammen und Löschwasser, das auch zwei Nachbarhäuser traf, ist noch unklar. Noch am Freitag begann die Kriminalpolizei mit den Ermittlungen zur Brandursache.

Der Großbrand in der Apoldaer Innenstadt im Februar 2010 hatte einen Millionenschaden angerichtet. Als Ursache machten die Ermittler Brandstiftung aus. Die Täter sind bis heute nicht gefasst. Allerdings vermeldete das Landeskriminalamt in dieser Woche einen Fortschritt. Es gebe konkrete Hinweise, die den Kreis der Tatverdächtigen einschränkten, hieß es. 

dpa

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