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Erstmals 29 Grad auf dem Brocken - Elbe-Schifffahrt in Sachsen-Anhalt eingeschränkt

Erstmals 29 Grad auf dem Brocken - Elbe-Schifffahrt in Sachsen-Anhalt eingeschränkt

Die Hitze mit Rekordtemperaturen hat vorerst ein Ende. Am ersten Arbeitstag der Woche stöhnten zwar viele noch einmal über landesweit verbreitete 35 Grad und auf dem 1141 Meter hohen Brocken wurde mit 29 Grad der höchste Wert für die Wetterstation gemessen.

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Die Elbe hat auch in Dresden einen niedrigen Wasserstand.

Quelle: dpa

Leipzig/Magdeburg. Am Nachmittag sanken die Temperaturen im Landesnorden aber schon auf etwa 25 Grad, wie Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Hitze und Trockenheit haben auf der Elbe inzwischen für so niedrige Wasserstände gesorgt, dass die Schifffahrt nur noch eingeschränkt funktioniert.

Nach Durchzug der Kaltfront sollten am Dienstag Werte zwischen 26 und 29 Grad erreicht werden, am Mittwoch wird es mit 23 bis 25 Grad noch kühler. Am Montag aber lagen die gefühlten Temperaturen an den meisten Orten Sachsen-Anhalts noch bei über 38 Grad - deshalb gab der DWD die Hitzewarnstufe 2 heraus, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Die Warnung vor extremer Hitzebelastung richte sich insbesondere an Pflegedienste, die nun besonders auf die Flüssigkeitszufuhr bei den Pflegebedürftigen achten müssten.

Das Land hat mit dem DWD eine Vereinbarung geschlossen, nach der regionalisierte Informationen zur Hitzebelastung per Newsletter an Pflegeeinrichtungen gegeben werden. Sie müssen sich dazu anmelden.

Der Leiter der Wetterwarte auf dem Brocken, Klaus Adler, verkündete am Montagmittag mit 29 Grad den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1895. Der bisherige Rekord stammt vom 12. August 2003 und lag bei 28,2 Grad. „Die heiße Luft am Nordrand des Brockens hatte sich über Nacht gehalten“, sagte Adler. Im Laufe des Vormittags seien die Temperaturen auf dem höchsten Berg Norddeutschlands dann weiter geklettert.

Auf der Elbe sind indes keine schwer beladenen Frachtschiffe mehr zu sehen. „Viele Güterschiffe fahren derzeit mit zwei Drittel weniger Ladung“, sagte Hartmut Rhein, Leiter des Schifffahrtsbüros im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg der Nachrichtenagentur dpa. Allerdings sei das teils nicht mehr wirtschaftlich. Große Anlagen könnten noch gut transportiert werden. Sie seien nur groß, aber nicht schwer. Aber Getreide etwa, Baustoffe, Schrott oder Düngemittel, die Richtung Westen und Benelux transportiert werden sollen, seien von den Einschränkungen betroffen. Oft werde auf Straße oder Schiene ausgewichen oder Kanäle würden genutzt.

Die Schifffahrt habe sich aber auf die niedrigen Wasserstände eingestellt, sagte Rhein weiter. In jedem Sommer komme das Problem wieder auf sie zu. „In diesem Jahr ist das kein Extrem, das aus der Art schlägt“, urteilte Rhein im Vergleich zu den vergangenen Sommern. In Magdeburg zeigte der Pegel am Montag einen Wasserstand von knapp über einem Meter an, der Jahresdurchschnitt liegt bei zwei Metern.

Ein Besucheransturm herrscht derzeit in den Freibädern. Viele Ferienkinder und Urlauber suchten dort wie auch am heißen Wochenende Abkühlung. Der besucherstärkste Tag der letzten fünf Jahre war in den drei Magdeburger Freibädern und zwei Strandbädern der Sonntag mit mehr als 15 000 Besuchern. In Halle zählten die Stadtwerke in ihren drei Freibädern Nordbad, Freibad Saline und im Naturbad Angersdorfer Teiche am Wochenende 11 000 Besucher. An den Baggerseen wie dem Hufeisensee in Halle und den Rattmannsdorfer Teichen gab es auch nur noch „Himmel und Menschen“.

dpa

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