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Ex-Abgeordneter Bräunig wird Bürgermeister

Ex-Abgeordneter Bräunig wird Bürgermeister

Bundespolizist Enrico Bräunig legt schon wieder seine Uniform ab: Ein halbes Jahr nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag wird der SPD-Politiker ab 1. April hauptamtlicher Bürgermeister im vogtländischen Klingenthal.

Klingenthal. Der 38-Jährige bekam bei der entscheidenden Wahl am Sonntag mit 1533 Stimmen 47,6 Prozent und lag damit deutlich vor dem Zweitplatzierten Harald Herold (CDU) mit 797 Stimmen (24,8 Prozent). Bräunig ist für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt.

Von 2004 bis 2009 saß er für die SPD eine Legislaturperiode lang im Landtag, scheiterte dann aber bei der Wahl am 30. August mit Listenplatz 16 knapp - da es für die SPD nur 14 Abgeordnete in das Landesparlament schafften. Daraufhin kehrte der Beamte zur Bundespolizei nach Klingenthal zurück. Einen Wiedereinzug als Nachrücker in den Landtag schloss Bräunig nun aus: Er sei „jemand, der gern gestaltet“, dies könne er an der Rathausspitze besser als in der Landtagsopposition, sagte der Vogtländer am Montag im dpa- Gespräch. Hauptamtliche Bürgermeister können in Sachsen nicht zugleich Landtagsabgeordnete sein.

Bräunig war bei der Bürgermeisterwahl als Einzelbewerber statt als SPD-Kandidat angetreten. Dies begründete er am Montag mit den politischen Mehrheitsverhältnissen in Klingenthal. Tatsächlich wird Bräunig als Bürgermeister auf keinen einzigen SPD-Stadtrat bauen können - weil er schon bislang der einzige ist und es nach seinem Wechsel an die Rathausspitze keinen sozialdemokratischen Nachrücker gibt.

Im Stadtrat muss Bräunig künftig um die Stimmen von sechs CDU- Vertretern, drei Linken, einem Mitglied der Partei bibeltreuer Christen sowie sieben Mandatsträgern verschiedener Wähler-Initiativen buhlen. Viel Spielraum sieht Bräunig erst einmal nicht: Zunächst müsse der Fehlbetrag von 600 000 Euro im Haushalt des laufenden Jahres reduziert werden, benannte er seine vordringliche Aufgabe.

Die Klingenthaler Bürgermeisterwahl war notwendig geworden, weil Amtsinhaber Reiner Schneidenbach zum Monatsende aus Altersgründen ausscheidet: Der CDU-Politiker führt seit 1999 die Geschäfte des inzwischen rund 8500 Einwohner zählenden Ortes.

dpa

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