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Ex-Häftlinge drohen mit Boykott der Stasi-Gedenkstätte in Erfurt

Ex-Häftlinge drohen mit Boykott der Stasi-Gedenkstätte in Erfurt

Im Dauerstreit um die Erfurter Stasi-Gedenkstätte Andreasstraße drohen ehemalige Häftlinge mit einem Boykott der Museumsarbeit. Sollte das Kultusministerium nicht auf die inhaltlichen Forderungen der Ex-Häftlinge für die Gestaltung der Ausstellung eingehen, stünden diese dann auch nicht als Zeitzeugen zur Verfügung, erklärten Vertreter des Vereins Freiheit am Freitag.

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Die einstige Stasi-Bezirksstelle in Erfurt soll Gedenkstätte werden. Über das Ausstellungskonzept liefern sich ehemalige Häftlinge seit Monaten eine erbitterte Auseinandersetzung mit dem Kultusministerium.

Quelle: dpa

Erfurt. „Ich persönlich würde dann jedenfalls keine Museumsarbeit machen“, sagte der Vorsitzende Joachim Heise. Der Verband fordert Änderungen im Ausstellungskonzept und in der Struktur der Stiftung, die die Gedenkstätte betreiben soll.

Eine vom Stiftungsrat der Stiftung „Gedenken-Erinnern-Lernen“ beschlossene inhaltliche Rahmenkonzeption liegt seit Juni auf dem Tisch. Sie sieht vor, originale Häftlingszellen als Zeugnis für den Stasi-Terror zu erhalten und in einem Museumsteil das Stasi-Thema als Teil der DDR-Geschichte umfassend darzustellen. Eine Gedenkstätte nach diesem Konzept könne „in jedem x-beliebigen Haus“ installiert werden, kritisierte Heise am Freitag. „Wir haben zu diesem Konzept eine andere Meinung als das Kultusministerium.“ Die Ex-Häftlinge beklagen seit Monaten, dass sie als Zeitzeugen in dem Konzept zu kurz kommen.

Heise pocht zudem auf einer öffentlich-rechtlichen Stiftung als Träger der Gedenkstätte. Nur so sei die öffentliche Kontrolle über deren Gelder und inhaltliche Arbeit gesichert.

Nach Angaben des Kultusministeriums beschäftigt sich der Stiftungsrat noch in diesem Monat mit der Besetzung der Gedenkstättenleitung. Eine Findungskommission werde dem Stiftungsrat einen Vorschlag unterbreiten, sagte Sprecher Gerd Schwinger. Die Gedenkstätte in der Andreasstraße soll im Sommer 2012 eröffnet werden. Das Land gibt dafür mehr als fünf Millionen Euro.

dpa

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