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Experten vermuten Hohlräume als Erdrutsch-Ursache bei Bernburg

Experten vermuten Hohlräume als Erdrutsch-Ursache bei Bernburg

Bernburg. Der gewaltige Erdrutsch bei Bernburg (Salzlandkreis) ist vermutlich auf unterirdische Hohlräume in einem früheren Kalibergwerk zurückzuführen.

Weil in den kommenden Wochen geklärt werden soll, ob es dort weitere Stollen gibt, bleiben das Gelände der früheren Mülldeponie und die Landesstraße 50 nach Peißen langfristig gesperrt.

„Solange nicht klar ist, ob sich auch solche Hohlräume direkt unter der Straße zwischen Bernburg und Peißen durchbrechen, muss die Straße gesperrt bleiben“, sagte der Präsident des Landesbergamtes, Frank Esters, am Donnerstag dem Sender MDR Info. Der riesige Krater mit einem Durchmesser von 30 Metern und einer Tiefe von rund 40 Metern war von spielenden Kindern entdeckt worden.

Die Polizei wies darauf hin, dass die frühere B71 längere Zeit gesperrt bleiben müsse. Trotz der eingerichteten Umleitungsstrecken sei deshalb mit zahlreichen und längerfristigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Autofahrer sollten Bernburg weiträumig umfahren und die Autobahn 14 (Magdeburg-Halle) benutzen.

Wann der ehemalige Salzstock eingebrochen war, stand am Donnerstag noch nicht fest. Dem Ordnungsamt der Stadt Bernburg war der Fall am Dienstagabend gemeldet worden. Daraufhin wurde das Gelände in einem Umkreis von rund 500 Metern abgesperrt. Weil diese Fläche unbewohnt sei, bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, sofern das Sperrgebiet nicht betreten werde, sagte Stadtsprecher Reinhard Jeske.

Das Landesbergamt geht davon aus, dass sich unterirdische Hohlräume im Zuge der Flutung des Bergwerks gebildet haben. Sie könnten sich über die lange Zeit bis zur Oberfläche durchgebrochen haben, sagte Behördenchef Esters. Er kündigte an, dass es in den kommenden Wochen Probebohrungen und Gespräche mit Zeitzeugen geben solle, um der Frage nachzugehen, wo Stollen und Höhlen liegen könnten, von denen eine weitere Gefahr ausgehen könne.

Bereits Ende der 60er Jahre hatte es auf dem Gelände Absenkungen gegeben. Daraufhin war die heutige Landesstraße 50 verlegt worden. Die über dem früheren Kalibergwerk Friedenshall liegende Deponie ist vor Jahrzehnten stillgelegt und daraufhin abgesperrt worden.    Ebenfalls im Salzlandkreis hatte es im vergangenen Juni einen verheerenden Erdrutsch gegeben, bei dem in Nachterstedt zwei Häuser in den Concordia-Tagebausee stürzten. Drei Menschen kamen damals ums Leben.

dpa

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