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Fahrerflucht: Jeder vierte Unfallverursacher in Mitteldeutschland macht sich davon

Verheerender Trend Fahrerflucht: Jeder vierte Unfallverursacher in Mitteldeutschland macht sich davon

In Mitteldeutschland begeht jeder vierte Unfallverursacher Fahrerflucht. Die Zahl der Delikte bleibt damit hoch. Häufig sind bei den flüchtenden Autofahrern Alkohol oder Drogen im Spiel.

In Mitteldeutschland begeht jeder vierte Unfallverursacher Fahrerflucht. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Ob Kratzer am Lack oder Schwerverletzte – nach jedem vierten bis fünften Unfall suchen Verursacher in Mitteldeutschland das Weite. Besonders niedrig ist die Hemmschwelle für derartige Straftaten nach Parkplatzremplern oder abgefahrenen Rückspiegeln. Bei insgesamt 83 000 sogenannten Bagatellfällen von Januar bis November 2016 verließen 21.400 Sachsen unerlaubt den Unfallort.

Selbst bei 25.000 schwereren Unfällen – über zwei Drittel davon mit Personenschaden – machten sich 1200 Fahrer aus dem Staub. In Thüringen kamen laut Angaben der statistischen Landesämter im selben Zeitraum reichlich 11 000 Unfallfluchten auf 50.000 Verkehrsunfälle, was einem Anteil von 22 Prozent entspricht.

„Damit setzt sich ein verheerender Trend der vergangenen Jahre fort“, sagt Uwe Voigt von der Polizeidirektion Leipzig. „Wer sich unbeobachtet fühlt, will möglichst nicht erwischt werden und versucht, sich aus der Verantwortung zu stehlen.“ Als Motive führt der Polizeisprecher „Panik, Ungeduld oder die Furcht vor höheren Versicherungsbeiträgen“ an.

„In drei von vier Fällen sind Alkohol und Drogen im Spiel“, nennt der Chemnitzer Verkehrspsychologe Bernd Wiesner weitere Fluchtgründe. „Auch fehlende Führerscheine oder die nackte Angst vor den Konsequenzen spielen eine große Rolle.“ Neben der Schadensregulierung und juristischem Nachspiel könnte eine medizinisch-psychologische Untersuchung – im Volksmund Idiotentest – angeordnet werden. Selbst der Entzug der Fahrberechtigung sei häufig die Folge.

Winfried Mahr

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Leipziger Volkszeitung vom 8. Februar.

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