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Feuerwehr: Katastrophentouristen behindern Rettung

Feuerwehr: Katastrophentouristen behindern Rettung

Berlin/Görlitz. Der Deutsche Feuerwehrverband hat am Montag den Katastrophentourismus beim Hochwasser im Osten Deutschlands kritisiert.

Vor allem im Raum Görlitz sind viele Schaulustige vor Ort. „Es geht nicht nur darum, dass viele Schaulustige den Einsatz der Rettungskräfte erschweren, sondern dass sie sich möglicherweise auch selbst in Gefahr bringen“, sagte Verbandssprecherin Silvia Darmstädter der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Andreas Johne, Pressesprecher des Katastrophenstabes des vom Hochwasser der Neiße betroffenen Landkreises, betonte in einer Presseerklärung: „Wichtig ist, die Helferinnen und Helfer nicht durch Katastrophentourismus zu behindern.“

So musste die Görlitzer Altstadtbrücke wieder gesperrt werden. Sie verbindet Görlitz und die polnische Schwesterstadt Zgorzelec. An beiden Zugängen der Brücke über die Neiße standen am Vormittag Polizeifahrzeuge. In den vergangenen Hochwassertagen war die Verbindung über den Fluss zum Ärger von Bewohnern und Hilfskräften von Katastrophentouristen bevölkert worden. Normalerweise kann sie von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

Schon früher hatten Feuerwehrverband und Rettungsorganisationen quer durch Deutschland kritisiert, dass Schaulustige in unverantwortlicher Weise Helfer vor Ort bei Katastropheneinsätzen behinderten. „Es ist ein Unterschied, ob vorbeifahrende Autofahrer bei einem Unfall langsamer fahren und kurz mal gucken, oder ob Menschen als Touristen zu Schauplätzen von Unglücken und Katastrophen anreisen und Einsätze behindern“, sagte Silvia Darmstädter der dpa.

„Wir wissen bislang von mehreren Fällen, bei denen Feuerwehrleute ihr eigenes Hab und Gut in den Fluten verloren, während sie an anderer Stelle im Einsatz waren“, würdigte der Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen, Siegfried Bossack, das große persönliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehren. Die Feuerwehren seien mit mehr als 50 000 aktiven Einsatzkräften die größte Hilfeleistungsorganisation im Land. Etwa 48.000 von ihnen arbeiten für Freiwillige Feuerwehren.

dpa

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