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Flughafen-Tower sollen europaweit abgeschafft werden - Leipzig als Leitzentrum im Gespräch

Flughafen-Tower sollen europaweit abgeschafft werden - Leipzig als Leitzentrum im Gespräch

Die Zahl der Starts und Landungen an internationalen Flughäfen in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das hat Konsequenzen: Um Kosten zu sparen, plant die Deutsche Flugsicherung (DFS), künftig auf den Betrieb in Towern zu verzichten.

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Noch überwachen die Lotsen den Flugverkehr mit eigenen Augen.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Vorreiter sind Erfurt und Dresden.

Erste Tests dazu fanden bereits statt. Erfurt und Dresden sind gemeinsam mit Braunschweig und Standorten in Schweden Versuchskaninchen für ein flächendeckendes System ohne Tower in Europa. „Es ist im Interesse der Deutschen Flugsicherung, Tower so schnell wie möglich abzuschaffen. Schließlich steht die DFS unter dem Druck, Kosten einzusparen“, sagt Norbert Fürstenau, Projektleiter des sogenannten Remote-Tower-Konzepts beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

2012 erreichten und verließen bis Anfang Mai rund 656 000 Flugzeuge internationale Airports in Deutschland. In diesem Jahr waren es bisher etwa 617 000, also 5,9 Prozent weniger, wie aus Zahlen der DFS hervorgeht.

Besteht das neue System den bevorstehenden Zulassungsprozess in Fachgremien, stehen die Türme in Dresden und Erfurt bald leer. Kamera-Technik und Computer übernehmen dann die Fenstersicht der Lotsen auf die Start- und Landebahnen. Der Luftverkehr wird dabei von einem Zentrum aus kontrolliert. Im Gespräch für ein solches Center ist der Flughafen Leipzig/Halle.

An kleinen Airports lohne sich der Betrieb in den Towern nicht mehr, meint Supervisor Marc Giermann. Der Chef der Lotsen in Dresden hält seine Kollegen aufgrund rückläufiger Starts und Landungen für unterbeschäftigt. Die Ausgaben, besonders für die hohen Gehälter, würden die Einnahmen deutlich übersteigen. Wie viel der Betrieb in der sächsischen Landeshauptstadt kostet, wollte er allerdings nicht sagen.

Setzt sich das System in Erfurt und Dresden durch, dürfte es in zehn bis 15 Jahren auch an großen Flughäfen wie Frankfurt, Düsseldorf oder Berlin zum Einsatz kommen. Technisch sei das kein Problem, versichert Norbert Fürstenau. Allerdings weist das System bisher noch einige Defizite auf. Mehr zu dem Thema lesen Sie in der nächsten Ausgabe des LVZ sonntag.

Frauke Sievers

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