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Fremdenhass und Rechtsextremismus: Klarheit für Opferberater gefordert

Fremdenhass und Rechtsextremismus: Klarheit für Opferberater gefordert

Sachsens Grüne fordern klare Perspektiven für Beratungsstellen für Opfer von Fremdenhass und Rechtsextremismus. Bei steigenden Fallzahlen sei es nicht hinzunehmen, dass an der Beratung gespart werde, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Miro Jennerjahn am Dienstag Dresden.

Dresden. Sachsen müsse sich zu vorhandenen Beratungsstrukturen bekennen und Klarheit schaffen, was unabhängig von anderen politischen Ebenen auf jeden Fall finanziert wird.

Die Berater erhalten Geld vom Land und vom Bund. Sachsen will eines von zwei entsprechenden Programmen um die Hälfte kürzen. Nach Darstellung der Grünen stehen die drei Beratungsstellen der Opferberatung RAA sowie die mobilen Beratungsteams des Kulturbüros Sachsen vor einer ungewissen Zukunft.

Nach Angaben von RAA klafft im Etat aller Beratungsangebote im kommenden Jahr ein Loch von 150.000 Euro. Statt der benötigten 800.000 Euro würden voraussichtlich nur 650.000 Euro bereitstehen. Das Personal von RAA sei von vormals 8 Stellen bereits auf 5,4 reduziert. Für eine qualitativ gute Arbeit seien aber sowohl bei RAA als auch bei den mobilen Teams je sieben Stellen erforderlich. Die Opferberatung sieht ausreichend Handlungsbedarf und verwies auf die Statistik. So stieg die Zahl „rechtsmotivierter und rassistischer Angriffe“, von denen die Berater Kenntnis erhielten, im 1. Halbjahr 2010 auf 120 Fälle - 50 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2009. Dabei enthalte die Statistik ausschließlich Gewalttaten.

Die Berater gehen jedoch von einer weit größeren Dunkelziffer aus. Viele Betroffene würden aus Angst vor Rache keine Straftat anzeigen wollen. „Die Hemmschwelle, Übergriffe in die Öffentlichkeit zu bringen, ist gestiegen“, sagte die Dresdner RAA-Mitarbeiterin Grit Armonies. Manche hätten bereits resigniert und auch kein Vertrauen zu den Behörden mehr. Rassismus im Alltag werde oft gar nicht mehr angezeigt.

dpa

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