Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Fremdenhass und Rechtsextremismus: Klarheit für Opferberater gefordert

Fremdenhass und Rechtsextremismus: Klarheit für Opferberater gefordert

Sachsens Grüne fordern klare Perspektiven für Beratungsstellen für Opfer von Fremdenhass und Rechtsextremismus. Bei steigenden Fallzahlen sei es nicht hinzunehmen, dass an der Beratung gespart werde, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Miro Jennerjahn am Dienstag Dresden.

Dresden. Sachsen müsse sich zu vorhandenen Beratungsstrukturen bekennen und Klarheit schaffen, was unabhängig von anderen politischen Ebenen auf jeden Fall finanziert wird.

Die Berater erhalten Geld vom Land und vom Bund. Sachsen will eines von zwei entsprechenden Programmen um die Hälfte kürzen. Nach Darstellung der Grünen stehen die drei Beratungsstellen der Opferberatung RAA sowie die mobilen Beratungsteams des Kulturbüros Sachsen vor einer ungewissen Zukunft.

Nach Angaben von RAA klafft im Etat aller Beratungsangebote im kommenden Jahr ein Loch von 150.000 Euro. Statt der benötigten 800.000 Euro würden voraussichtlich nur 650.000 Euro bereitstehen. Das Personal von RAA sei von vormals 8 Stellen bereits auf 5,4 reduziert. Für eine qualitativ gute Arbeit seien aber sowohl bei RAA als auch bei den mobilen Teams je sieben Stellen erforderlich. Die Opferberatung sieht ausreichend Handlungsbedarf und verwies auf die Statistik. So stieg die Zahl „rechtsmotivierter und rassistischer Angriffe“, von denen die Berater Kenntnis erhielten, im 1. Halbjahr 2010 auf 120 Fälle - 50 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2009. Dabei enthalte die Statistik ausschließlich Gewalttaten.

Die Berater gehen jedoch von einer weit größeren Dunkelziffer aus. Viele Betroffene würden aus Angst vor Rache keine Straftat anzeigen wollen. „Die Hemmschwelle, Übergriffe in die Öffentlichkeit zu bringen, ist gestiegen“, sagte die Dresdner RAA-Mitarbeiterin Grit Armonies. Manche hätten bereits resigniert und auch kein Vertrauen zu den Behörden mehr. Rassismus im Alltag werde oft gar nicht mehr angezeigt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr