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"Fünf Prozent plus X": Freie-Wähler-Chef Aiwanger rechnet mit Einzug in Bundestag

"Fünf Prozent plus X": Freie-Wähler-Chef Aiwanger rechnet mit Einzug in Bundestag

Politischen Profit aus der Abneigung der Bundesbürger gegen die Euro-Rettungspolitik wollen die Freien Wähler schlagen.  Ihr Chef, Hubert Aiwanger, geht von einem Einzug der FW in den nächsten Bundestag aus.

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Der Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hofft auf einen Einzug seiner Partei in den nächsten Bundestag.

Quelle: dpa

Leipzig. „Fünf Prozent plus X“ sei das Ziel, sagte Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger im Interview mit der Leipziger Volkszeitung.

Frage:

Wäre es Ihnen peinlich, wenn die Freien Wähler als Heimstätte aller Euro-Gegner Wahlerfolge erzielen?

Aiwanger:

Missverständnis. Wir sind keine Euro-Gegner, sondern wie 90 Prozent  der Bevölkerung Gegner der Euro-Rettungsschirmpolitik. Wir fordern das, was bei der Einführung des Euro versprochen wurde: jeder haftet selbst für seine Schulden selbst. Es ist ein Skandal, dass die kleinen Leute für die Spekulationsunfälle der Großbanken haften müssen. Es ist ein Skandal, dass Regierung und Opposition für den ESM sind, obwohl die Bürger dagegen sind. Ist das Demokratie? Das sollte denen peinlich sein!

Sie wollen  bei den Euro-Gegnern großflächig abgrasen?

Nein, nein, wir sind die Vernünftigen in der politischen Mitte. Wir lehnen nicht den Euro ab, sondern die Euro-Rettungsschirme. Mit den irrwitzigen Milliardenbeträgen, die zur Bankenrettung ausgegeben werden, wird eine Inflation angezettelt. Die Sparguthaben der Bürger sind am Ende nichts mehr wert. Schwarz-rot-grün-gelb ist für diese falsche Rettungsschirmpolitik verantwortlich. Deshalb muss die Öffentlichkeit froh sein, dass die Freien Wähler dieses Thema bedienen, damit nicht linke oder rechte Extremisten daraus Honig saugen.

Sie wollen Euro und Europa retten?

Nur 17 der 27 EU-Länder haben den Euro. Durch die derzeitige falsche Europolitik von Merkel und Co. wird am Ende Europa ruiniert. In Griechenland werden deutsche Fahnen verbrannt, weil sie sich durch uns bevormundet fühlen. Wir bezahlen deren Schulden und wollen ihnen im Gegenzug sagen, was sie zu tun haben. Besser wäre es, wir würden Griechenland in Ruhe lassen. Weder Geld geben noch Vorschriften machen. Dann hätten eben die Banken, die Griechenland Geld geliehen haben, Pech gehabt.

Wieso ist Ihnen die Euro-Politik von Bayerns SPD-Spitzenmann Ude lieber als die von Horst Seehofer?

Beide machen die gleichen Fehler. Der eine bekennt sich offen dazu, der andere lügt zusätzlich noch die Leute an. Beide stehen für die Vergemeinschaftung der Schulden in großem Stil. Die SPD sagt offen, dass sie es richtig findet, dass Deutschland für fremde Schulden haftet. Die CDU/CSU lügt die Leute an und sagt, sie wären gegen die Vergemeinschaftung der Schulden, stimmen aber trotzdem dafür.

Wollen Sie, dass Angela Merkel nach 2013 nicht mehr Kanzlerin sein kann?

Es ist traurig, dass auch die SPD keine andere Politik anbieten kann. Ob Merkel oder die SPD, das ist ja fast egal. Deshalb wollen wir in den nächsten Bundestag, um überhaupt noch eine liberal-wertkonservative Politik machen zu können. Schwarz und rot sind politisch auf dem falschen Dampfer, mit oder ohne Merkel.

Wäre es gut, wenn in Bayern Seehofers CSU weg wäre von der Macht?

Es ist nötig, dass man der CSU noch einmal eins auf die Mütze gibt und deren Allmachtanspruch weiter zurückdrängt. Sie ist weiterhin zu arrogant, sie ist zu machtbesessen und macht weiterhin viel zu viel politische Fehler, als dass man denen eine federführende Rolle in der Politik zubilligen will.

Auf wie viel Prozent hoffen die Freien Wähler bei der Bundestagswahl?

Auf fünf plus X. Wie groß das X ist, ist mir dann egal. Die Fünf ist wichtig.

Interview: Dieter Wonka

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