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G8-Gipfel 2015 könnte nach Dresden kommen - Binz und Heiligendamm noch im Rennen

G8-Gipfel 2015 könnte nach Dresden kommen - Binz und Heiligendamm noch im Rennen

Die mächtigsten Staats- und Regierungschefs der Welt könnten zum G8-Gipfel 2015 nach Dresden kommen. Neben der sächsischen Landeshauptstadt stehen Binz auf Rügen und das Ostseebad Heiligendamm zur Debatte.

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Das Grand Hotel in Heiligendamm war spätestens seit dem G8-Gipfel 2007 weltweit bekannt geworden.

Quelle: Bernd Wüstneck

Heiligendamm/Binz. Der Nordosten gilt als Favorit für die Austragung des nächsten G 8-Gipfels in Deutschland. „Es sind nur noch zwei Bundesländer im Rennen – wir und Sachsen“ bestätigte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) der Ostsee-Zeitung. Doch während Sachsen nur mit Dresden in der engeren Auswahl ist, hat MV gleich zwei Kandidaten. In dem Doberaner Seebad Heiligendamm fand bereits der letzte deutsche Gipfel 2007 statt.

Eine Entscheidung durch das Auswärtige Amt über den Austragungsort soll nach Angaben von Caffier allerdings erst Ende Januar fallen. Auch aus dem Bundespresseamt heißt es: Erst müsse die neue Regierung stehen, dann werde über den G8-Gipfel beraten. Zu den Chancen von Binz und Heiligendamm will sich in Berlin solange offiziell niemand äußern: „Wir kommentieren das grundsätzlich nicht.“

Bisher sei Binz die Nummer eins gewesen. „Ich habe von Heiligendamm erst Donnerstag erfahren“, so Caffier. Doch gegen das Ostseebad auf Rügen gibt es nun offenbar Bedenken in Sicherheitskreisen: „Bundeskriminal-, Auswärtiges Amt und Staatsschutz haben sich für Heiligendamm ausgesprochen haben“, sagt der Minister. Im kleinen Heiligendamm ließen sich die Staatschefs besser schützen: „Dort bliebe der logistische Aufwand im Rahmen.“ Zudem sei der Zeitplan dieses Mal enger als 2007: Bis zum Gipfel sind es nur noch eineinhalb Jahre. Auch das spreche für das bekannte Heiligendamm.

Dresdens Stadtsprecher Kai Schulz war am Donnerstag von der Aussicht überrascht: "Davon habe ich noch nie etwas gehört", sagte er gegenüber den Dresdner Neuesten Nachrichten. Die Bürgermeister von Binz und Heiligendamm rühren indes kurz vor der Entscheidung nochmal die Werbetrommel für ihre Orte: „Für das Image von Heiligendamm hat der Gipfel 2007 viel gebracht. Er würde uns wieder in aller Welt bekannt machen“, sagt Doberans Rathaus-Chef Thorsten Semrau. Auch sein Binzer Kollege Karsten Schneider ist begeistert von den Plänen der Regierung: „Obama und Co. in Binz – das hätte Charme. Und das würde die ganze Insel voranbringen.“ Bei Innenminister Caffier hingegen „hält sich die Freude in Grenzen“: „Ich habe immer gesagt, ich möchte als Innenminister nicht noch einen Gipfel erleben. Aber man soll niemals nie sagen.“

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Protest von G8-Gegnern nahe Heiligendamm im Juni 2007.

Quelle: dpa

Nach dem Gipfel 2007 gab es zwischen der Landes- und Bundesregierung Streit über die enormen Kosten für den Schutz der Gäste: Mehr als 16.000 Polizisten und Soldaten aus ganz Deutschland hatten Heiligendamm bewacht. Zudem wurde rund um den Ort ein zwölf Kilometer langer Metallzaun als Barriere errichtet. In Rostock war es zu schweren Ausschreitungen gekommen. „Diesmal müssen die Kosten und wer sie übernimmt von Anfang an transparent behandelt werden“, sagt der Rostocker CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Stein. Kritik kommt von den Linken: „Der G8-Gipfel in Heiligendamm hat weder dem Veranstaltungsort noch dem Land einen Nutzen gebracht. Außer Spesen nichts gewesen“, so der innenpolitische Sprecher der Linken im Landtag, Peter Ritter.

Andreas Meyer, OZ/ joka

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