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Gebäudereiniger singen für mehr Lohn

Gebäudereiniger singen für mehr Lohn

Obwohl nicht anwesend, war Udo Jürgens gestern ein gefragter Mann bei den Gebäudereinigern in Leipzig. Rund 150 Betriebsräte und Gewerkschafter aus Mitteldeutschland stimmten sich singend auf die aus ihrer Sicht schwierigen Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern ein.

Leipzig. Angelehnt an den Jürgens-Song "Mit 66 Jahren..." sangen sie:

"Mit 7,56 da fangen wir nicht an.

Mit 7,56 hat man kein Spass daran.

Mit 8,54 da kommt man erst in Schuss.

Bei 8,54 ist lang noch nicht Schluss."

Momentan gilt ein Mindestlohn für die Gebäudereiniger im Osten von 7,56 Euro (West: 9 Euro). Bei den Glas- und Fassadenreinigern sind es im Osten 9 und im Westen 11,33 Euro. "Wir brauchen für die Beschäftigen in Ost und West ein deutliches Lohnplus, sonst ist die drohende Altersarmut bei Gebäudereinigern nicht zu verhindern", sagte die Verhandlungsführerin Bärbel Feltrini vom Bundesvorstand der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Putzkräfte leisteten "einen richtigen Knochenjob". Der Leistungsdruck nehme Jahr für Jahr zu.

Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Verhandlungen für die bundesweit rund 550000 Gebäudereiniger für 2013 eine Steigerung der Löhne um 7,8 Prozent und im kommenden Jahr noch einmal um 6,6 Prozent. Für den Osten fordert sie zudem eine deutliche Angleichung der Löhne an das Westniveau. Im ersten Schritt soll das Ostniveau nach dem Willen der Gewerkschaft auf 88 Prozent des Westlohns (also auf einen Stundenlohn von 8,54 Euro) steigen, in einem weiteren Schritt auf dann 92 Prozent. Die IG BAU hatte bereits 2011 mit den Arbeitgebern vereinbart, dass es spätestens im Jahr 2019 keinen Unterschied zwischen Ost und West mehr geben soll.

In der Branche gebe es zu viele Schwarze Schafe, sagte Beatrix Schneider, Betriebsrätin einer Leipziger Reinigungsfirma. Um bei Ausschreibungen zu gewinnen, würden einige Dienstleister nicht selten mit extrem hohen und damit unrealistischen Flächenleistungen pro Stunde operieren. Solche Firmen planten schon mit Dumping-Löhnen. Bei Ausschreibungen müsse darauf geachtet werden. Außerdem forderte sie stärkere Kontrollen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.03.2013

Andreas Dunte

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