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Gefahr für Nachterstedt schon 1994 bekannt

Gefahr für Nachterstedt schon 1994 bekannt

Nach einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks MDR hat es möglicherweise schon Jahre vor dem verheerenden Unglück mit drei Toten in Nachterstedt Hinweise auf einen Erdrutsch gegeben.

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Blick auf Wohnhäuser an der Abbruchstelle am Concordia-See in Nachterstedt.

Quelle: dpa

Halle. Im Juli 2009 waren in der Siedlung am Sachsen-Anhaltinischen Concordia-See (Salzlandkreis) drei Menschen von ins Rutschen gekommenen Erdmassen begraben worden. Sie stürzten mitsamt ihrer Häuser in den See. Der Sender berief sich am Freitag auf einen Kabinettsbeschluss zu Nachterstedt aus dem Jahr 1994, in dem eine „besondere Gefahrensituation“ beschrieben wird, weil sich Kippenbereiche des stillgelegten Tagebaus in Bewegung setzen könnten.

Nach Angaben von „MDR Info“ wurde dieser Beschluss auch vom Wirtschaftsministerium unterschrieben. Dessen untergeordnete Behörde, das Bergamt, müsste demnach von den unsicheren Kippenbereichen gewusst haben, hieß es. Der stillgelegte Tagebau wurde später als Concordia-See geflutet. Nach Angaben des Radiosenders wurden trotz der Hinweise keine zusätzlichen Bodenproben in der Nähe der Siedlung Nachterstedt veranlasst. Ein Gutachter des Bergamtes Sachsen-Anhalt bestätigte dem Sender, dass Bodenproben mehrere hundert Meter entfernt von der Unglücksstelle genommen worden waren.

Erst Anfang Februar hatten sich erneut Erdteile an der steilen Kante des Unglücksortes am Concordia-See gelöst. Rund 40 Kubikmeter Erde waren nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- Verwaltungsgesellschaft (LBMV) die Böschung hinuntergerutscht. Geologen hatten mit weiteren Erdrutschen an der Abbruchstelle gerechnet. Nach der Katastrophe im Juli 2009 war das Gelände komplett evakuiert worden, weitere Häuser galten als einsturzgefährdet. 41 Menschen mussten ihre Häuser für immer räumen.

dpa

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