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Globalfoundries Dresden beendet Kurzarbeit - Chipfabriken stellen 400 neue Mitarbeiter ein

Globalfoundries Dresden beendet Kurzarbeit - Chipfabriken stellen 400 neue Mitarbeiter ein

Der US-amerikanische Chip-Auftragsfertiger „Globalfoundries" (GF) hat die Kurzarbeit in seinen Dresdner Werken beendet. Das bestätigte der Dresdner Unternehmens-Sprecher Jens Drews auf Anfrage.

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Der Chiphersteller Globalfoundries hat die Kurzarbeit beendet.

Quelle: dpa

Dresden. „Wir bauen aus und haben genug Arbeit, daher haben wir die Kurzarbeit zum 31. Juli auslaufen lassen", sagte er. „Unser neues Geschäftsmodell zahlt sich eben aus." Man sei sogar bereits dabei, 400 neue Mitarbeiter einzustellen. Damit soll die Personalstärke dann auf rund 3100 Beschäftigte steigen.

Die Mikroprozessor-Werke in Dresden-Wilschdorf waren – damals noch in AMD-Regie – im Januar 2009 wegen der Chipkrise in Kurzarbeit gegangen. Das Unternehmen hatte damals die Arbeitszeit ihrer 2700 Beschäftigten (je nach Abteilung) um zehn bis 50 Prozent reduziert. Im März 2009 übernahm dann die ausgegründete GF die Dresdner Fabriken samt Kurzarbeiter-Reglung von der Mutter AMD. In jüngster Vergangenheit hatte GF die Kurzarbeit bereits schrittweise reduziert. Hintergrund: Die Dresdner Fabriken haben das Geschäftsmodell geändert. Sie produzieren inzwischen nicht mehr ausschließlich Computerprozessoren für die Mutter AMD, sondern als Auftragsfertiger (Foundry) auch für andere Elektronikfirmen. Um noch mehr Kunden zu gewinnen, durch Masseneffekte preiswerter produzieren zu können und dem jetzigen Hauptkonkurrenten TSMC in Taiwan Marktanteile abzujagen, hat das GF-Hauptquartier in den USA beschlossen, neben dem Fabrikneubau bei New York auch die Kapazitäten in Dresden milliardenschwer auszubauen. Bis 2012/13 soll sich der Ausstoß hier auf rund 80.000 Wafer-Starts (Siliziumscheiben) pro Monat etwa verdoppeln.

Installiert werden dabei Maschinen der nächsten Generation, die noch feinere Chipstrukturen zwischen 22 und 28 Nanometer (Millionstel Millimeter) erzeugen können. Derzeit sind 30-Nanometer-Chips der Spitzenstand in der Branche. Eingebracht werden dazu in Dresden zunächst neue Anlagen in die ehemalige AMD-Fab 30 (jetzt: „Modul 2"). Die so genannte „Ramp-Phase", in der die Anlagen langsam auf Betriebsparameter hochgefahren werden, sei dort bereits in vollem Gange, informierte Drews.

Außerdem errichtet GF demnächst einen „Annex", einen Anbau, parallel zum Modul 1 (ehemalige Fab 36), der teilweise über einem Versorgungsgebäude entsteht. Momentan seien die ersten Erdarbeiten im Gange, sagte Drews. Der eigentliche Hochbau werde im Spätsommer oder Frühherbst beginnen. Der Anbau wird knapp 10.000 Quadratmeter Reinraumfläche umfassen und soll bereits 2011 die ersten Wafer produzieren.

DNN

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